Letztes Update:
20260414141307

Volleyball-Verbandsliga: TV Baden steigt trotz Niederlage auf

13:12
14.04.2026
Es ist ein wenig skurril: Der TV Baden II hat am Wochenende in der Volleyball-Verbandsliga seine erste Saisonniederlage kassiert, darf sich mit noch zwei Spielen vor der Brust aber schon jetzt über den Aufstieg in die Oberliga freuen. Der Grund: Badens Konkurrent VT Buxtehude verlor bei seinem Doppelheimspieltag eine der beiden Partien. Buxtehude kann mit Badens Drittliga-Reserve noch nach Punkten gleichziehen. Allerdings wird der TVB am Ende definitiv mehr Siege auf dem Konto haben und ist daher nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Dennoch bedauerte Badens Coach Jan Kahrs, dass seine Mannschaft mit 1:3 (23:25, 14:25, 25:22, 23:25) bei der SVG Lüneburg IV verloren hat.

Kahrs, der die Fahrt an die Ilmenau selbst nicht mit angetreten war, sprach davon, dass sein Team eine "etwas andere" Mannschaft zu sehen bekam als im Hinspiel. "Ein paar Spieler aus dem Oberligakader sind runtergekommen und haben das Team verstärkt", sagte Kahrs über das Aufgebot der Gastgeber. Auf Badener Seite fehlten hingegen Spieler. Weil zwei etatmäßige Liberos fehlten, musste Leon Kölle – er ist eigentlich Zuspieler – diese Rolle übernehmen. "Er machte einen sehr starken Job, bekam nur drei Aufschläge und ab dann nichts mehr in seinen Bereich. Das, was er bekam, war richtig stark. Jedoch hatte er keinen großen Einfluss mehr auf das Spiel", schilderte Badens Trainer.

Viel Lob bekamen auch die anderen Spieler von ihrem Übungsleiter: Nick Kahrs habe als Zuspieler einen "guten Job gemacht". Gleiches galt für die Mittelblocker. "Allerdings schlug Lüneburg gut auf und unsere Annahme war dann nicht immer auf der optimalen Position", sagte Kahrs. "Der Block bei uns war mit Manuel Weiß und Simon Mayer stark, die Diagonalen Melvin Schulz und Johann Hüneke ebenfalls." Auf Außen hätten Laurenz Meyer und Ben Wehrkamp zu Beginn überzeugt. Ben Wehrkamp musste allerdings frühzeitig vom Feld. Kahrs nannte den Grund: "Leider bekam er einen Ball auf den Daumen und musste verletzt runtergenommen werden." Melvin Schulz rückte auf Wehrkamps Position und löste den Job gut. Laurenz Meyer brach laut Jan Kahrs im Spielverlauf in der Annahme etwas ein, "sodass wir dort anfälliger für die Aufschläge und Angriffe wurden."

Insgesamt habe sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickelt, urteilte Jan Kahrs. Lediglich im zweiten Satz sei Lüneburg deutlich überlegen gewesen. Dieser Durchgang ging mit 25:14 dann auch klar an die Hausherren. "Wir haben allerdings ein paar unnötige Fehler gemacht und auch in der Annahme ein wenig geschwächelt. So konnten wir den gegnerischen Block zu wenig auseinanderziehen und unsere Angriffe auch nicht so durchschlagend nutzen wie erhofft", sagte Trainer Kahrs.

Die Ausfälle bezeichnete er als unglückliche Umstände. "Jedoch sind dies nur Rahmenbedingungen." Hauptgrund für die Niederlage seien die Fehler gewesen. "Wir liefen aufgrund der guten Aufschläge in den verlorenen Sätzen immer einem Rückstand hinterher, den wir nicht aufholen konnten. Es fehlten einfach ein wenig Prozent", sagte Kahrs. "Es war möglich, das Spiel zu gewinnen. Wir hatten jedoch nicht den letzten Kniff und die Variation wie sonst. Lüneburg war stark. Das muss man anerkennen – vor allem in der Abwehr und Sicherung sowie beim Aufschlag."

Florian Cordes