Letztes Update:
20260315171808

Handball-Oberliga Frauen: Der TV Oyten II springt auf den vierten Platz

16:14
15.03.2026
Der TV Oyten II bleibt in der Handball-Oberliga der Frauen das Team der Stunde. Mit einem deutlichen 26:13 (12:4)-Heimerfolg gegen den SV Höltinghausen setzte die Mannschaft von Trainer Sebastian Kohls ihre Siegesserie fort und verbesserte sich in der Tabelle auf den vierten Rang.

In der Pestalozzihalle benötigten die Gastgeberinnen am Sonntag eine kurze Anlaufphase. Höltinghausen führte zunächst mit 2:0 (3.) und 3:1 (7.). Nach dem 4:4-Ausgleich in der 15. Minute ließen die "Vampires" bis zur Pause keinen einzigen Gegentreffer mehr zu und zogen mit einem 8:0-Lauf auf 12:4 davon. Diese Dominanz setzte sich auch im zweiten Durchgang nahtlos fort: Kim Abeck stellte in der 35. Minute beim 14:4 erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung her. Den Schlusspunkt setzte die treffsicherste Spielerin des Tages: Dietke Gronewold verwandelte den letzten Siebenmeter zum 26:13-Endstand. Es war der siebte Treffer der Linksaußen.

Der Schlüssel zum Erfolg lag in der Defensive. Hatte Oytens Zweitvertretung den ersten Vergleich in der Gemeinde Emstek mit einer 6:0-Abwehr noch mit 27:30 verloren, erwies sich diesmal die 5:1-Formation als fast unüberwindbar. "Da hat im Hinspiel die Abstimmung überhaupt nicht gepasst", blickte Co-Trainer Sven Warnke zurück. Diesmal biss sich der SVH an der Deckung des TVO die Zähne aus. "Wir müssen uns allerdings ankreiden lassen, dass wir Torchancen im zweistelligen Bereich liegen gelassen haben", fand Kohls trotz des deutlichen Sieges kritische Worte. "Ich habe aber auch wieder 16 Spielerinnen und muss die Spielzeiten verteilen."

Mit Blick auf die Tabelle wird es für die Oytenerinnen noch einmal spannend. Der Tabellenzweite HV Lüneburg weist nur noch drei Minuspunkte weniger auf als die Kohls-Sieben. "Die Rückrunde läuft bis jetzt sehr gut", bilanzierte Kohls zufrieden. Nach der Osterpause geht es am 12. April zum Tabellendrittletzten GW Mühlen. Sebastian Kohls: "Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und dann schauen wir, was am Ende noch möglich ist."

Jürgen Prütt

Reiten: Souveräner Sieg für Greta Heemsoth bei Dressurturnier in Verden

10:13
13.03.2026
Auf junge Pferde war das kleine, feine Dressurturnier zugeschnitten, das jetzt von der pVerd-event GmbH und dem Reitverein Aller-Weser in der Verdener Niedersachsenhalle veranstaltet wurde. In der anspruchsvollsten der fünf Prüfungen, Klasse M*, stellte Lokalmatadorin Greta Heemsoth die beiden Vierbeiner vor, mit denen sie im vergangenen Jahr bei den Weltmeisterschaften in der Reiterstadt Erfolge gefeiert hatte. Diesmal lag die WM-Siebte Felice FRH vor dem Bronzemedaillengewinner Endorphin FRH.

Auch als nunmehr Siebenjährige bewiesen die Dressur-Asse mit dem Namenszusatz des Hannoveraner Fördervereins (FRH) ihre Klasse. Mit der Stute Felice FRH gewann Aller-Weser-Reiterin Greta Heemsoth den Wettbewerb ganz souverän. Die Wertnote 8,80 bedeutete einen klaren Vorsprung vor der zweitplatzierten Fischerhuderin Philine Otten (Hanseatischer Reitclub) auf DSP Secret of Bavaria (8,0) und Emma-Luise Haferkamp (PSG Niedervieland) auf dem Hannoveraner Ikonic (7,40). Dicht dahinter landete Heemsoth mit ihrem WM-Helden Endorphin FRH (7,30).

In der Dressurpferdeprüfung Klasse M ging der Sieg an Leonie Bramall (RFV Isernhagen) auf Goldfieber. Die gebürtige Kanadierin, Olympiateilnehmerin 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta, erhielt für ihre Vorstellung auf dem siebenjährigen Trakehner die Note 7,92 und distanzierte damit knapp Lisa Zurr (RG Schillerslage) mit der Stute Stella de la Luz (7,7). Mallin Quast (Aller-Weser) durfte sich über Platz drei mit dem Hannoveraner Spirit (7,66) freuen, mit dem sie zuvor schon Zweite in der Prüfung Klasse L geworden war. Greta Heemsoth präsentierte die sechsjährige Venedig und wurde mit der Westfälin Fünfte (7,56). Rang sieben belegte ein weiteres Aller-Weser-Mitglied, der ehemalige Auktionsreiter Jörn Kubelke mit dem Wallach Farruko.

In der Dressurpferdeprüfung Klasse L ging der Sieg an Erja-Sophie Kastening-Richter (AW) mit Vergissmeinnicht. Vierte unter 27 Starterpaaren wurden Nelly Witt (RV Graf von Schmettow/Kirchlinteln) und Falconi.

Angelika Siepmann