Titelgewinn für die Herren 60 der TG Uesen: Durch einen 6:0-Heimsieg über den TV Vechta fing das Team um Kapitän Henning Vogt den Rivalen Hardegser TC auf der Ziellinie tatsächlich noch ab und tütete die Meisterschaft in der Tennis-Oberliga ein. Die Mannschaft entwickelt sich zum Spezialisten für Dramatik am letzten Spieltag. Im Vorjahr glückte der Mannschaft zum Abschluss durch einen kaum für möglich gehaltenen Sieg so gerade noch der Ligaverbleib.
Auf dem Papier war die Ausgangslage in dieser Spielzeit vor dem abschließenden Punktspiel klar. "Rechnerisch war es einfach. Wir durften kein Match und maximal drei Sätze verlieren. Dass uns das tatsächlich gelingt, ist der absolute Wahnsinn. Damit hätten wir vor der Saison niemals gerechnet", jubelte Henning Vogt. Er blickt in seiner Saisonanalyse schnell auf den ersten Spieltag zurück: "Da ist uns ein 3:3-Remis gelungen. Hier haben wir gespürt, dass etwas möglich ist."
Das abschließende Saisonspiel gegen Vechta sollte keine allzu große Hürde mehr sein. Sämtliche Spieler der TG Uesen zeigten sich voll fokussiert. Weder Henning Vogt im Spitzeneinzel noch seine Mitspieler Holger Hildebrandt, Ehler Mindermann und Dieter Dill ließen ihren Kontrahenten den Hauch einer Chance und kamen jeweils zu glatten Zweisatzsiegen. Für die abschließenden Doppel rückte Marius Volkmer ins Team und fügte sich nahtlos ein. Auch hier gab es überlegene Zweisatzsiege für die Gastgeber, sodass wenig später die Feierlichkeiten beginnen konnten.
"Es war einfach eine geschlossene Teamleistung. Über die gesamte Saison gesehen haben wir lediglich ein Doppel verloren und die wichtigen Einzel für uns entschieden. Daher ist der Titelgewinn auch verdient. Im kommenden Winter dürfen wir nun in der Nordliga aufschlagen. Da wird die Luft natürlich dünner, aber wir freuen uns schon jetzt darauf und nehmen diese Herausforderung sehr gerne an", berichtete Henning Vogt.