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Handball-Landesliga Frauen: TSV Daverden und TSV Morsum holen keine Punkte

14:00
09.03.2026
Statt vorzeitig den Klassenerhalt in der Handball-Landesliga der Frauen zu feiern, musste der TSV Morsum eine Heimniederlage schlucken. Damit rückt die gefährliche Zone wieder bedrohlich nah. Den TSV Daverden trennen nach einer Pleite in der Fremde weiter zwei Punkte vom ersten Abstiegsplatz.

TvdH Oldenburg – TSV Daverden 30:21 (11:13): Die Luft im Abstiegskampf bleibt dünn für den TSV Daverden. Nach einer starken ersten Halbzeit brach das Team von Martin Eschkötter nach dem Seitenwechsel komplett ein und musste sich deutlich geschlagen geben. Dabei starteten die Grün-Weißen vielversprechend beim Tabellenvierten. Trotz des ungewohnten Harz-Einsatzes – mit dem überraschenderweise auch die Gastgeberinnen Probleme hatten – lieferten die Grün-Weißen an der Hunte eine ansprechende Partie. Carlotta Körte sorgte für eine 9:6-Führung (18.) – und auch zur Pause lag der TSV mit 13:11 vorne.

"Nach dem Wechsel sind wir komplett eingebrochen", klagte Martin Eschkötter. In der Abwehr taten sich zu große Lücken auf, während die Offensive zu fehlerhaft agierte. Zwar hielt der TSV Daverden durch Treffer von Emily Röder zum 19:20 (45.) und Sabrina Rehbock zum 21:23 (51.) den Anschluss, blieb danach aber bis zur Schlusssirene neun Minuten lang ohne Torerfolg. "Da ist uns nichts mehr eingefallen", gestand Eschkötter. Die Rechnung für den Klassenerhalt bleibt dennoch simpel: "Wir haben noch drei Spiele. Wenn wir zwei gewinnen, könnten wir Viertletzter bleiben." Zunächst steigt in eigener Halle das Derby gegen den TSV Morsum.

TSV Morsum – HSG Bruchhausen-Vilsen 25:29 (11:15): Die Gastgeberinnen verschliefen den Start komplett und fanden erst nach einem 1:5-Rückstand in der neunten Spielminute besser in die Partie. Zwar gelang Greta Arkenau in Minute 20 der Ausgleich zum 9:9, doch im Anschluss übernahm die HSG Bruchhausen-Vilsen wieder das Kommando auf der Platte. Bis zur Pause erarbeitete sich die Spielgemeinschaft aus dem Luftkurort erneut einen 15:11-Vorsprung und sorgte direkt nach dem Seitenwechsel für die Vorentscheidung – 14:21 (38.). Zwar keimte im Morsumer Lager noch einmal Hoffnung auf, als Anne Stadtlander-Wilkens per Siebenmeter auf 22:24 (49.) verkürzte, doch die Sieben von Coach Tobias Tannert ließ sich den verdienten Sieg nicht mehr nehmen.

"Bruchhausen-Vilsen war stabiler und hatte mehr Zug zum Tor. Wir sind an deren Abwehr abgeprallt", resümierte Morsums Coach Gerd Meyer. Trotz eines ausgeglichenen Punktekontos von 18:18 bleibt die Lage im Abstiegskampf bei vier verbleibenden Spielen angespannt. Sollte der TSV Morsum auch das anstehende Landkreisderby beim TSV Daverden verlieren, würde der Nachbarschaftsrivale von der anderen Weserseite bis auf einen Zähler an die Blau-Weißen heranrücken.

Jürgen Prütt