Der TSV Daverden hat in der Handball-Landesliga der Frauen einen immens wichtigen Heimsieg gefeiert. Auch der TSV Morsum punktet – und hat den Klassenerhalt so gut wie sicher.
TSV Daverden - TV Neerstedt II 35:29 (16:12): Mit einer couragierten Leistung haben die Grün-Weißen ein deutliches Ausrufezeichen im Tabellenkeller gesetzt. "Unser Umschaltspiel hat funktioniert. Letztlich haben wir mit einfachen Mitteln das Beste herausgeholt", bilanzierte ein zufriedener Trainer Martin Eschkötter.
Der Start verlief vielversprechend. Carlotta Körte stellte in der fünften Spielminute auf 4:2 für den TSV. Doch im Anschluss schlichen sich Unkonzentriertheiten ins Spiel der Gastgeberinnen ein. Die Folge: Beim 8:5 (14.) lag auf einmal Neerstedt mit drei Toren vorn. Claudia Friemel verkürzte im weiteren Verlauf zwar per Doppelschlag auf 7:8 (15.), verletzte sich dabei jedoch so schwer am Knie, dass sie für den Rest der Partie passen musste. Trotz des Schocks blieben die Gastgeberinnen fokussiert. Sabrina Rehbock brachte ihr Team mit zwei aufeinanderfolgenden Treffern zum 14:11 (26.) endgültig zurück in die Spur.
Auch nach dem Seitenwechsel ließ die Eschkötter-Sieben nicht locker. Spätestens nach dem 21:16 (40.) kontrollierten die Grün-Weißen das Geschehen. In dieser Phase wusste insbesondere Fenja Hellwinkel zu überzeugen. Mit ihrem Treffer zum 30:25 (54.) sorgte die Rückraumlinke für die Vorentscheidung. "Wir haben ein wichtiges Lebenszeichen gesendet", freute sich Martin Eschkötter.
Hagener SV - TSV Morsum 29:33 (16:15): Mit dem vierten Auswärtssieg der laufenden Spielzeit hat der TSV Morsum sein Punktekonto wieder in den positiven Bereich gedreht. In Hagen überzeugte das Team von Trainer Gerd Meyer mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und setzte die Gastgeberinnen durch eine starke Offensivvorstellung unter Druck – und das, obwohl mit Pia Sell und Janne Jacobsen zwei Haupttorschützinnen fehlten.
"Die bessere Mannschaft hat heute gewonnen. Besonders erfreulich war, dass wir von allen Positionen Torgefahr ausgestrahlt haben", lobte Meyer sein Team. Schon der Auftakt stand ganz im Zeichen der Gäste: Jasmin Henke traf früh zur 5:1-Führung (7.). Dieser Vorsprung hielt bis zum 11:7 (17.) durch Greta Arkenau. In der Folge fehlte es in der Defensive jedoch an der nötigen Aggressivität, sodass Hagen die Partie bis zur Pause drehte.
Nach dem Seitenwechsel verteidigten die Gastgeberinnen ihre knappe Führung bis in die Schlussphase hinein (28:27/54.). Doch das Meyer-Team bewahrte die Ruhe. Mit vier Treffern in Folge drehte der TSV das Spiel zu seinen Gunsten. Mareike Beeneken markierte in der 58. Minute das vorentscheidende 31:28. "Da war die Partie erledigt", resümierte Gerd Meyer zufrieden. "Bei noch fünf ausstehenden Spielen haben wir den Klassenerhalt nun vor Augen."
Jürgen Prütt