Am kommenden Wochenende ist es so weit. In der Handball-Landesliga der Frauen steigt das Derby zwischen dem TSV Morsum und dem TSV Daverden. Beide Teams kassierten an diesem Spieltag Niederlagen und stecken in der unteren Tabellenhälfte fest. Auf die Zuschauer wartet am Sonnabend in der Morsumer Schulsporthalle ein lupenreines Kellerduell.
TSV Daverden – TvdH Oldenburg 30:34 (16:18): Wieder gut mitgehalten, aber auch wieder keine Punkte. "So schön es auch ist, wenn es Lob vom Gegner gibt. Dafür können wir uns aber leider nichts kaufen. Fakt ist, dass wir mit 5:9 Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz stehen", stellte Daverdens Trainer Martin Eschkötter nach sieben absolvierten Spielen fest. Einem Sieg stehen beim Aufsteiger drei Unentschieden und drei Niederlagen gegenüber. Im Heimspiel gegen den TvdH Oldenburg waren die Grün-Weißen bis zum 23:25 in der 46. Spielminute in Schlagdistanz. Dann zogen die Gäste aus der Huntestadt vorentscheidend auf 29:24 (53.) davon. "Wir haben die beiden starken Rückraumspielerinnen des TvdH nicht in den Griff bekommen", klagte Martin Eschkötter. Letztlich, so der Coach, sei es zwar eine knappe, aber auch eine verdiente Niederlage gewesen. "Der Gegner hatte Vorteile im Positionsspiel und in der Deckung", gab Eschkötter zu. Bei seiner Sieben habe die Abstimmung im Abwehrinnenblock nicht gestimmt, monierte der Trainer des TSV Daverden. "Der Gegner hat uns einige Male mit einer einfachen Täuschung alt aussehen lassen. Dann wird es schwer zu gewinnen."
HSG Bruchhausen-Vilsen – TSV Morsum 30:27 (14:10): Für die Gäste war es bereits die vierte Niederlage in Folge. Beeinflusst wurde das Nachbarschaftsduell aus Sicht von TSV-Coach Gerd Meyer von einer schwachen Schiedsrichterleistung. "Die lassen beim Gegner zunächst alles laufen, und dann kassieren wir zu Beginn der zweiten Halbzeit auf einmal innerhalb von 15 Minuten fünf Zeitstrafen", wunderte sich Meyer. Noch mehr Unverständnis zeigte der Übungsleiter aus Intschede hinsichtlich der Ansetzung: "Dass zu solch einem Spiel jemand angesetzt wird, der in der Jugend mit den allermeisten Spielerinnen vom Gegner zusammengespielt hat, finde ich dann schon mehr als unglücklich." Den Vilserinnen selbst machte Meyer keinen Vorwurf: "Die agieren so, wie es die Schiedsrichter zulassen." Sportlich hielten die Gäste bis zum 4:4 (10.) durch Pia Sell mit. Kurz vor der Pause geriet der TSV beim 8:12 (28.) erstmals mit vier Toren in Rückstand. Im zweiten Abschnitt baute die HSG den Vorsprung auf 24:18 (46.) aus. "Bei uns fehlt dann auch einfach die Durchschlagskraft aus dem Rückraum", gab Gerd Meyer zu. Anna Lefers und Kathrin Höher brachten den TSV in der Schlussphase noch einmal auf 28:26 (56.) heran.