Letztes Update:
20240103125043

Bundeswehr in Bremen noch außen vor

11:04
03.01.2024
Das Landeskommando Bremen der Bundeswehr ist bislang noch nicht um Amtshilfe ersucht worden, um die Hochwasserlage zu bewältigen. Nach Auskunft einer Sprecherin ist das Lagezentrum aber permanent besetzt und vorbereitet. Ein entsprechender Antrag müsste dann vom Territorialen Führungskommando in Berlin genehmigt werden. Dies gehe aber rasch, da nur E-Mails ausgetauscht würden.

Das Landeskommando selbst ist kein aktiver Truppensteller, es besteht aus maximal 70 Soldatinnen und Soldaten. Im Katastrophenfall übernimmt es die Koordination und Dienstaufsicht für Truppen, die aus anderen Bundesländern herangeführt werden. So war es auch bei der Corona-Pandemie.

Mit dem Material verhält es sich ebenso, das Landeskommando hat keine eigenen Depots für Sandsäcke, Notstromaggregate oder dergleichen. Bei Bedarf wird dies aus anderen Bundesländern angefordert und herbeigeschafft. Darüber hinaus stimmt sich das Kommando mit der Landesregierung, Verwaltung und Polizei sowie mit Rettungs- und Hilfsdiensten in allen Fragen der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit ab.

Joerg Helge Wagner

Wetterdienst verlängert Regenwarnung

10:42
03.01.2024
In den Hochwasser-Regionen ist keine Entspannung in Sicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet „neue Regenfälle in den bisher bereits gebeutelten Gebieten“. Noch am Mittwoch sollten neue Warnungen vor Dauerregen ausgegeben werden. Bestehende Warnungen sollen bis Samstag verlängert werden. „Besonders im Fokus stehen dabei Gebiete im Westen und der Mitte des Landes“, berichtete Meteorologin Julia Tuschy.

Für Mittwoch und Donnerstag erwartete der DWD Regenmengen zwischen 30 und 50 Litern pro Quadratmeter. Im Bergland - vor allem in Staulagen - könnten es auch 60 bis 120 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 30 bis 60 Stunden sein.

„In der Nacht zum Donnerstag halten die Schauer landesweit an“, heißt es in der Vorhersage vom Mittwoch. Am Donnerstag macht sich ein neues Tief namens „Brigitta“ von der Bretagne aus auf den Weg Richtung Norddeutschland. „Es greift in der Nacht zum Freitag mit seinem Niederschlagsgebiet auf den Westen und Nordwesten Deutschlands über und erfasst im Laufe des Freitags die Nordhälfte“, sagte die Meteorologin voraus.

dpa

Lage an der Hunte verschärft sich

09:57
03.01.2024
Die Hochwasserlage im Flussgebiet der Hunte im Nordwesten Niedersachsens hat sich nach Behördenangaben signifikant verschärft. Nach aktuellen Prognosen bleiben die Wasserstände bis zum Ende der Woche auf hohem Niveau beziehungsweise steigen weiter an. Das teilte die Hochwasservorhersagezentrale des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Mittwoch in Hildesheim mit. Es bestehe die Gefahr von größeren Überschwemmungen, die auch Grundstücke, Straßen oder
Keller betreffen können, warnte die Behörde.

In den vergangenen 24 Stunden seien in dem Gebiet Niederschläge von 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter gefallen, örtlich sogar mehr. Für diesen Mittwoch sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) schauerartig verstärkten Regen für die Region vorher. Die Hunte fließt vom Dümmer See durch die Wildeshauser Geest und die Städte Wildeshausen und Oldenburg. Nordwestlich von Bremen erreicht sie die Weser.

dpa

Am Zollpfad in Lilienthal wird gepumpt

09:17
03.01.2024
In der Nacht haben die Einsatzkräfte in Lilienthal die Hochleistungspumpen von der Falkenberger Landstraße/Lilienthaler Allee an den Zollpfad verlegt. Die Pegelstände hätten dies zugelassen, teilt die Gemeinde mit. Jetzt wird aus dem tiefer liegenden Bereich Zollpfad das Wasser auf höher liegende Flächen gepumpt und soll über die Gewässer ablaufen.

Sandra Bischoff