Letztes Update:
20240103083829

Experte: Lange Hochwasser-Ereignisse in Zukunft häufiger

07:35
03.01.2024
Als Konsequenz aus dem Hochwasser fordern Experten ein Umdenken beim Schutz vor Überschwemmungen. Ralf Merz, Hydrologe am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle (Saale), sagte am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk. „Solche langen Hochwasser-Ereignisse wird es auch in Zukunft sicher öfter geben.“ Seit Tagen sind in mehreren Bundesländern Tausende Helfer im Einsatz. Betroffen sind vor allem Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Viele Schäden könnten vermieden werden, sagte der Hydrologe.
Merz zufolge sollte darüber nachgedacht werden, ob der aktuelle Hochwasserschutz so noch funktioniere. „Denn vielleicht ist jetzt das, was wir aus der Vergangenheit gelernt haben, nicht immer eine gute Maßnahme für die Zukunft.“ 

dpa

Keine Einsätze wegen des Hochwassers in der Nacht zum Mittwoch

05:55
03.01.2024
Die Nacht zum Mittwoch ist nach dem angekündigten Hochwasser und Sturm in Niedersachsen und Bremen ruhig verlaufen. Die Polizei in Bremen erklärte am Mittwochmorgen, dass sie keine Einsätze wegen Hochwasser gehabt habe.

In Oldenburg gab es lediglich vereinzelt umgestürzte Bäume, die geräumt wurden. Am Dienstag war in Oldenburg ein zwei Kilometer langer mobiler Deich aufgebaut worden. Er sollte die Stadt schützen, sollte der Huntedeich den Wassermassen nicht mehr standhalten können.

Der Dauerregen soll in Bremen und Niedersachsen noch bis in die Nacht zum Donnerstag andauern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt hier gebietsweise bis zu 80 Liter pro Quadratmeter voraus. Auch Sturmböen mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde sind orts- und zeitweise möglich.

dpa

Sandsackreserve in Niedersachsen leer - andere Bundesländer helfen

05:11
03.01.2024
Für die Hochwasserbekämpfung greift Niedersachsen inzwischen auch auf die Reserven von Sandsäcken aus anderen Bundesländern zurück. Bis auf einen kleinen Rest sei die eigene Reserve von rund 1,9 Millionen eingelagerten Sandsäcken seit Beginn der Hochwasserlage vor Weihnachten mittlerweile abgerufen worden, teilte der zuständige Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit. Das Land hat inzwischen aber rund 1,5 Millionen weitere Sandsäcke aus anderen Bundesländern erhalten.

Nordrhein-Westfalen hilft demnach mit rund 500 000 Sandsäcken, Mecklenburg-Vorpommern mit rund 330 000. Rund 250 000 Sandsäcke kommen aus Schleswig-Holstein und rund 400 000 Säcke aus Hessen.

dpa