Letztes Update:
20240103051157

Deichsystem aus Frankreich kommt zur Unterstützung nach Niedersachsen

21:18
02.01.2024
Bei der Hochwasserbekämpfung kann Niedersachsen auch auf Hilfe aus Frankreich zurückgreifen. Ein erster Teil eines rund 1,2 Kilometer langen mobilen Deichsystems aus dem Nachbarland wird am Dienstagabend in Niedersachsen erwartet, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Am Mittwoch sollen die restlichen Module folgen. Ob dieses Deichsystem direkt zum Einsatz kommt, war zunächst noch unklar, ebenfalls ein möglicher Einsatzort.

«Diese mobilen Deichsysteme können einen wichtigen Beitrag leisten, um diese Situation in besonders betroffenen Gebieten unter Kontrolle zu halten», sagte Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD).

Die Anforderung lief laut Ministerium über ein gemeinsames Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern an die EU-Kommission. Die Anforderung wurde dann weitergegeben an beteiligte Länder. Laut Ministerium wurde aus Deutschland damit zum zweiten Mal eine solche Anforderung gestellt - zuletzt 2022 bei den Waldbränden im Harz. Dort kamen italienische Löschflugzeuge zum Einsatz.

dpa

Feuerwehr Verden: Viele Hochwasserschäden bitte selbst beseitigen

21:08
02.01.2024
Hochwasserschäden werden Bürger im Kreis Verden vermutlich in vielen Fällen selbst beseitigen müssen. Nur in bestimmten Fällen können Einsatzkräfte helfen, wie die Kreisfeuerwehr am Dienstag mitteilte. Wenn Gebäude oder Straßen absacken oder Risse an ihnen sichtbar werden, sollten Bürgerinnen und Bürger demnach die Feuerwehr oder das Technische Hilfswerk alarmieren.

Bei Schäden an der Gas- oder Elektroinstallation sei der zuständige Energieversorger zu informieren. In den meisten weiteren Fällen bittet die Feuerwehr darum, dass Bürger sich selbst helfen oder Mitmenschen Unterstützung anbieten, etwa um Keller trocken zu bekommen. Die Feuerwehr könne erst ab 15 Zentimeter Wasserstand mit Pumpen helfen, zum kompletten Trockenlegen würden Werkzeuge fehlen. Bei hohem Grundwasserpegel sei das Abpumpen vollgelaufener Keller zudem nicht immer ratsam. Es sei nicht möglich, Keller oder Garagen freizuräumen, und auch nicht, Material wie Heizungsteile oder Drainagen zu verleihen.

dpa

Lilienthaler Abwasser landet im Rückhaltebecken

19:38
02.01.2024
Weil das Kanalsystem in Lilienthal durch eindringendes Regenwasser überlastet ist, hat die Gemeinde damit begonnen, das Abwasser in ein Regenrückhaltebecken am Jan-Reiners-Weg zwischen der Straße Trupe und dem Truperdeich zu befördern. Die Maßnahme soll dazu dienen, die Pumpwerke zu entlasten, die seit Wochen am Limit laufen und die dafür sorgen, dass das Abwasser zur Kläranlage nach Bremen befördert wird. Der Schritt sei mit dem Landkreis Osterholz als zuständiger Wasserbehörde abgestimmt worden, heißt es aus dem Rathaus. Der Schritt werde als vertretbar eingestuft, zumal die Mengen zu 90 Prozent aus Fremdwasser und zu 10 Prozent aus Abwasser bestünden. Laut Gemeinde wird das Wasser aus dem Kanal voraussichtlich auch in den nächsten Tagen ins Rückhaltebecken gepumpt.

André Fesser