Letztes Update:
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Um Deich zu schützen - 70 Bäume in Oldenburg gefällt

18:50
29.12.2023
In Oldenburg sind an der Hunte 70 Bäume gefällt worden. Dabei handelte es sich laut einem Stadtsprecher um eine Vorsichtsmaßnahme, wie er am Freitag nach der Aktion mitteilte. Die Bäume standen demnach an einer Deichböschung, bei der der Boden so aufgeweicht war, dass sie drohten umzustürzen. Das hätte Schaden am Deich verursachen können. Die Bäume seien händisch mit Kettensägen gefällt worden, hieß es weiter.

dpa

Versicherungen: Das raten Experten den Betroffenen

18:23
29.12.2023
Bei Schäden, die durch das Hochwasser entstanden sind, kann eine sogenannte Elementarschadenversicherung greifen. Wie der Bund der Versicherten (BdV) mitteilte, reicht die normale Hausrat- und Wohngebäudeversicherung zur Absicherung gegen Schäden durch Überschwemmungen nach Regen oder Starkregen nicht aus. Eine Elementarschadenversicherung muss den Angaben zufolge oft zusätzlich zur bestehenden Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden. Diese schütze dann vor Schäden wie Überschwemmung oder Erdrutsch.

Bei Schäden durch Grundwasser oder Sturmfluten greift sie allerdings nicht. Haben Versicherte diese Police, sollten sie ihren Versicherer unverzüglich über den Unwetterschaden informieren – am besten schriftlich, rät der BdV. Andernfalls kann der Versicherer die Leistung kürzen oder verweigern.

In jedem Fall sollten die Schäden am Gebäude und dem Hausrat dokumentiert werden, Fotos und Videos seien dafür besonders gut geeignet. Zudem sollten Versicherte eine genaue Aufstellung der beschädigten Gegenstände erstellen. Versicherungsnehmer unterliegen einer sogenannten Schadenminderungspflicht: Sie müssen also selbstständig Notmaßnahmen ergreifen, um Folgeschäden abzuwenden. Dafür sind etwa zerbrochene Fenster abzudichten oder Hausratsgegenstände im Keller in Sicherheit zu bringen, damit der Schaden nicht größer wird, teilte der BdV mit. Das gelte allerdings nur, solange es zumutbar ist.

Maren Beneke

Weiter angespannte Hochwasserlage im Landkreis Verden

18:08
29.12.2023
Beim Hochwasser im Landkreis Verden ist vorerst keine Entspannung in Sicht. Die Wasserstände stiegen weiter und würden erst am Wochenende ihren Höchststand erreichen, teilte die Feuerwehr mit. Mit Beginn der Neujahrswoche sei dann erst mit einem Rückgang des Wasser zu rechnen.

Weiterhin seien Nachschub für Sandsäcke und Unterstützungskräfte anderer Feuerwehren auf dem Weg in die Region. Am Freitag seien zahlreiche Sandsäcke verbaut worden, um unter anderem die Innenstadt von Verden/Aller zu schützen. An Deichen sickerte wie auch schon am Donnerstag teilweise Wasser durch. Einsatzkräfte kontrollierten die Deiche regelmäßig.

dpa

Verstärkung des Wörpe-Deichs in Lilienthal

17:52
29.12.2023
Nachdem Helfer einen Abschnitt des Wörpe-Deichs in Lilienthal am Mühlendeich in Lilienthal bereits mit sogenannten Kartoffelsteinen verstärkt haben, sollte am Freitag auch im Bereich des Jan-Reiners-Wegs rund um den Brauereiweg eine zweite Deichverteidigungslinie errichtet werden. Nach Angaben aus dem Krisenstab handelt es sich um drei Lagen Sandsäcke, die auf einer Strecke von tausend Metern übereinander gepackt werden sollen. Laut Polizei wurde dafür auch die Falkenberger Landstraße teilweise gesperrt. Zwischen Timkenweg und Brauereiweg war kein Durchkommen mehr. Wer mit dem Auto nach Hause wollte, musste einen anderen Weg nehmen.

Manuela Kanies