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Robert Mohr Um dieses Gebiet geht es bei dem Böllerverbot in Bremen. Die Verbotszone ist rot umrandet.

Bremen zieht beim Feuerwerksverbot nach

12:22
29.12.2023
In Borgfeld und Timmersloh sowie in Teilen von Oberneuland darf zum Jahreswechsel nicht geböllert werden. Das hat das Bremer Innenressort am Freitag mitgeteilt.  Innensenator Ulrich Mäurer will damit "silvestertypische Einsätze" verhindern, die die vom Hochwasser stark beanspruchten Einsatzkräfte noch stärker belasten würden.

Außerdem soll das Verbot Wildtiere schützen, die auf der Flucht vor dem Wasser in die Enge getrieben würden.  Bei Verstößen drohen Platzverweise und eine Wegnahme des Feuerwerks, heißt es in der Mitteilung weiter.

Robert Mohr

Was bis zum Mittag im Nordwesten geschehen ist - ein kurzer Überblick

11:59
29.12.2023
Nachdem die Gemeinde Lilienthal ein Feuerwerksverbot zum Jahreswechsel erlassen hatte, haben Grasberg und Worpswede die Bevölkerung dazu aufgerufen, freiwillig auf Böller und Raketen zu verzichten. So sollen angesichts des Hochwassers unnötige Einsätze für die Feuerwehr von vornherein vermieden werden. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer rief ebenfalls zum Feuerwerksverzicht auf. 

Die Lage in Lilienthal ist nach wie vor angespannt, ebenso in Bremen-Borgfeld und in Timmersloh, das fast vollständig von Wassermassen umschlossen ist.
 
Mit einem Notfallplan bereitet sich der Serengeti-Park Hodenhagen bei Hannover auf weitere Evakuierungen von Tieren wegen des Hochwassers vor. Sorgen bereite vor allem das von Wasser umschlossene Haus der Antilopen und Giraffen, sagte eine Sprecherin des Tierparks am Freitag. „Diese Tiere müssten für eine Evakuierung narkotisiert werden, das ist ein großes Risiko.“ Für den Notfall werde auch überlegt, wie die Tiere unter Narkose überhaupt durch die Wassermassen transportiert werden könnten. Mit Lastwagen und Pritschen seien die Wege dorthin nicht mehr befahrbar.

Im Landkreis Celle mussten rund 120 Menschen ihre vom Hochwasser bedrohten Häuser verlassen. Die anhaltenden Niederschläge werden laut Einschätzung der Behörden auch andernorts die Lage noch verschärfen.

In Meppen im Kreis Emsland ist ein Altenheim vorsorglich evakuiert worden. 52 Personen wurden anderweitig untergebracht. Im Stadtgebiet sind rund 400 Kräfte im Einsatz, um das dortige Hochwasser zu bekämpfen. Auch in Meppen geht die Gefahr von aufgeweichten Deichen aus.

Robert Mohr