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Historischer Wasserstand in Drakenburg überschritten

19:29
28.12.2023
In Drakenburg bei Nienburg an der Weser wurde den Angaben des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) nach der historische Wasserstand von 1981 mit 834 Zentimetern überschritten. Der Scheitel werde dort in der Nacht zu Freitag zu erwartet, weiter flussabwärts in Richtung Bremen erst in der Nacht zu Sonnabend. Im Oberlauf der Weser sei der Scheitel bereits erreicht und die Pegelstände sänken.
Im Unterlauf der Aller, ab Celle, steigen die Wasserstände den Angaben zufolge weiter. Auch am Unterlauf der Leine seien die Scheitelwasserstände teils noch nicht erreicht. Rund um Meppen ist auch die Ems betroffen. Es sei davon auszugehen, dass auch dort, wo Wasserstände teilweise sinken, viele Pegel vorerst auf erhöhtem Niveau blieben.

Regina Konradi

Zwei Kanufahrer bei Hannover möglicherweise in Gefahr

18:40
28.12.2023
Im Hochwassergebiet in Hannover sind möglicherweise zwei Kanufahrer in Gefahr geraten. Eine Suche nach ihnen blieb am Donnerstag erfolglos. Der Einsatz sei am Nachmittag abgebrochen worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Es sei unklar, was genau geschehen sei. Möglicherweise seien die beiden vom Wasser weggespült worden - aber es könne auch sein, dass die zwei Menschen sich nicht in den Wassermassen befinden.
Wie es genau zur Vermisstenmeldung kam, konnte er zunächst nicht sagen. Auf der Suche sei auch eine Drohne über das Gebiet geflogen. In der Zwischenzeit sei das Gerücht aufgekommen, dass eine Passantin gesehen habe, wie die Kanufahrer aus dem Wasser stiegen, sagte der Sprecher.
An der Einsatzstelle im Stadtteil Limmer steht nach Angaben des Sprechers die Umgebung unter Wasser. Es gebe dort große Überschwemmungen. Zwar habe es keine Absperrmaßnahmen gegeben, es sei jedoch "grob fahrlässig", bei den Wasserständen Kanu zu fahren.
Insgesamt sei die Lage in der Landeshauptstadt dem Feuerwehrsprecher zufolge momentan unter Kontrolle und beherrschbar. Die Pegelstände seien in etwa gleichgeblieben, die Einsatzkräfte träfen entsprechende Maßnahmen und überprüften regelmäßig die Kontrollpunkte in der Stadt.

Regina Konradi

Gibt es in Lilienthal ausreichend viele Helfer?

18:25
28.12.2023
Bislang sind laut des Osterholzer Kreisbrandmeisters Jan Hinken etwa 400 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet in Lilienthal aktiv gewesen. Sämtliche Wehren im Kreisgebiet sind aufgerufen, sich an der Hochwasserbewältigung in Lilienthal zu beteiligen. Es gibt einen Schichtplan und somit auch Erholungsphasen. In die Karten spielt der Feuerwehrführung, dass es zwischen Weihnachten und Neujahr unter den Freiwilligen Feuerwehrleuten viele Arbeitnehmer gibt, die gerade im Weihnachtsurlaub stecken und nicht arbeiten müssen. Die Polizei hat nach Angaben von Einsatzleiter Patrick Hublitz die Einsatzstärke erhöht, etliche Kräfte seien aus den freien Tagen geholt worden.

Regina Konradi

Wann dürfen die Menschen in Lilienthal in ihre Wohnungen zurück?

17:38
28.12.2023
Angesichts der Hochwasserlage ist nach Angaben aus dem Krisenstab nicht damit zu rechnen, dass sich die Gefahr kurzfristig auflöst. Man sollte nicht von einem "Sprint" ausgehen, sondern eher von einem "Marathon", hieß es. Die Einsatzkräfte gehen mittlerweile von ein bis zwei Wochen aus, die die evakuierten Menschen der Risikozone und damit auch ihren Wohnungen fernbleiben müssen. Außerdem wird die Stromversorgung im Evakuierungsgebiet abgeschaltet. Laut Polizei-Einsatzleiter Patrick Hublitz sei es aber durchaus noch möglich, dass die Menschen oder ihre Angehörigen im Einzelfall in die Wohnungen zurückkehren, um wichtige Gegenstände herauszuholen.

Regina Konradi