Letztes Update:
20231228182504

Verstärkter Polizeieinsatz in Lilienthal

15:02
28.12.2023
Die Polizei hat nach Angaben von Einsatzleiter Patrick Hublitz, des Leiters des Polizeikommissariats Osterholz, die Einsatzstärke erhöht. Etliche Kräfte seien aus den freien Tagen geholt worden. Die Evakuierungsgebiete in Lilienthal dürfen aktuell nicht betreten werden, darauf passe die Polizei auf. Man habe ein enges Auge auf die evakuierten Bereiche, sagt Hublitz. Und man patrouilliere auch nachts, so dass die Bewohner der nun leer stehenden Wohnungen davon ausgehen könnten, dass niemand die Räume betreten und Dinge mitnehmen kann, die ihm nicht gehören.

Regina Konradi

Lage in Lilienthal nach Deichriss weiter angespannt

14:56
28.12.2023
Die Hochwasserlage in Lilienthal nördlich von Bremen ist weiter angespannt. In der Gemeinde wurden in den vergangenen Tagen an mehreren Stellen Deiche stärker beschädigt. „Wir harren der Dinge, die da kommen“, sagte Bürgermeister Kim Fürwentsches (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Für den Moment könne keine Entwarnung gegeben werden, da für die kommenden Tage auch wieder Regenfälle gemeldet worden seien. In Vorbereitung darauf würden Bäume an den Deichen gefällt, die wegen des aufgeweichten Bodens umzufallen drohten. Umstürzende Bäume könnten die Deiche massiv beschädigen, sagte Fürwentsches.

Am Mittwochabend sowie in der Nacht zu Donnerstag wurden in der Gemeinde mehrere Straßenzüge evakuiert. Das Hochwasser habe einen Deichabschnitt am Fluss Wörpe so sehr aufgeweicht, dass er nicht weiter habe mit Sandsäcken verstärkt werden können. Er drohe sonst umzukippen, sagte der Bürgermeister unter Berufung auf einen Deichfachmann des Technischen Hilfswerkes. An einer anderen Stelle habe eine gebrochene Deichkrone behelfsmäßig geschlossen werden müssen. Die Polizei sei im Einsatz um die geräumten Häuser vor möglichen Einbrechern zu schützen, sagte ein Sprecher.

Jan-Felix Jasch

Vorstufe des Katastrophenalarms auch im Landkreis Verden

14:45
28.12.2023
Der Landkreis Verden hat am Donnerstagvormittag aufgrund der angespannten Hochwasserlage im Kreisgebiet das sogenannte „außergewöhnliche Ereignis“, eine im Niedersächsischen Katastrophenschutzgesetz festgeschriebene Vorstufe eines Katastrophenalarms, festgestellt.
„Die Städte und Gemeinden bleiben nach wie vor als untere Gefahrenabwehrbehörden zuständig, der Landkreis aber unterstützt die Kommunen mit Einsatzkräften und Mitteln des Katstrophenschutzes“, erklärt Landrat Peter Bohlmann. Die Feststellung bedeute zudem, dass der Landkreis einen einfacheren Zugriff auf Hilfskräfte habe. 
Entlang einzelner Deichabschnitte an Weser und Aller wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag an mehreren Stellen deutliche Wasseraustritte aufgrund von drückendem Grundwasser sichtbar, die durch Einsätze von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk wieder unter Kontrolle gebracht werden konnten. 
Bereits seit Hochwasserbeginn unterstützt der Landkreis Verden die betroffenen kreisangehörigen Kommunen. Die Technische Einsatzleitung des Landkreises koordiniert dabei in enger Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde, den Deichverbänden und Hilfsorganisationen sowie den Städten und Gemeinden die für den Deich- und Hochwasserschutz erforderlichen Maßnahmen und Einsätze.

Regina Konradi