Letztes Update:
20231227195342

Drohnen und Drachen behindern Einsatzkräfte bei Hochwasser-Arbeiten

19:33
27.12.2023
Angesichts des Hochwassers fordert die Stadt Oldenburg Menschen auf, mit Drohnen und Drachen nicht über Gewässer zu fliegen. Dies behindere die wichtige Arbeit der Einsatzkräfte gegen das Hochwasser, sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. Die Einsatzkräfte nutzten die fliegende Technik, um sich ein Lagebild an den Flüssen Hunte und Haaren aus der Luft zu verschaffen. Demnach störte ein Drachenflieger den Drohnen-Einsatz der Feuerwehr am Vormittag. Dadurch konnten sich die Einsatzkräfte erst mit Verzögerung ein Bild von der Situation machen.

„Die Lage ist immer noch ernst zu nehmen“, sagte ein Sprecher. In einigen Bereichen im Stadtgebiet habe sich die Situation etwas gebessert. An der Hunte jedoch werde beispielsweise die Lage noch in den kommenden Tagen angespannt sein. Außerdem hatte die Stadt ein Betretungsverbot der Deiche erlassen.

Jan-Felix Jasch

Aller-Deich bei Celle teilweise beschädigt

19:00
27.12.2023
Ein Deich an der Aller bei Celle ist durch Hochwasser und Regen teilweise beschädigt worden. An einem Campingplatz in Langlingen sollen mit Sandsäcken und mobilen Deichen drei Sicherungslinien aufgebaut werden, teilte der Landkreis Celle mit. Der Landkreis wies die Bevölkerung an, Deiche nicht mehr zu betreten. Sie seien so aufgeweicht, dass die Gefahr bestehe, dass sie brechen. In Wienhausen südöstlich von Celle könnten Evakuierungen notwendig werden, hieß es.

Bürger sollten versuchen, sich selbst zu helfen und den Notruf nur bei akuter Gefahr zu wählen. Wegen des hohen Aufkommens könne die Feuerwehr nicht jedem Notruf nachgehen.

Jan-Felix Jasch

Katastrophenschutz soll in Lilienthal eingreifen

18:13
27.12.2023
Der Landkreis Osterholz hat am Nachmittag aufgrund der angespannten Hochwassersituation in der Gemeinde Lilienthal das sogenannte „außergewöhnliche Ereignis“ festgestellt. Nach Angaben eines Sprechers beschreibt das Niedersächsische Katastrophenschutzgesetz dieses außergewöhnliche Ereignis als „eine Gefahr für Leben, Gesundheit, die lebenswichtige Versorgung der Bevölkerung."
Die Lage sei mit Mitteln der örtlichen Gefahrenabwehr nicht mehr zu bewältigen und kann einen Katastrophenfall nach sich ziehen, deren Bekämpfung eine zentrale Unterstützung durch die zuständigen Behörden und die notwendigen Einsatzkräfte und -mittel des Katastrophenschutzes erfordert.
Durch die Feststellung des außergewöhnlichen Ereignisses ist es nun möglich, überörtliche Kräfte anzufragen und diese gezielt einsetzen zu können, um die Einsatzkräfte vor Ort zu unterstützen. Die Organisation und Zuständigkeit bleibt bei der Gemeinde Lilienthal. Die Mitglieder des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Osterholz haben sich nun im Stabsraum im Kreishaus eingefunden und unterstützen die Kolleginnen und Kollegen der Gemeinde Lilienthal.

Regina Konradi