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20231227181325

Deich in Lilienthal zeigt Risse - auch Borgfeld betroffen

16:28
27.12.2023
In Lilienthal ist am Nachmittag ein Riss im Deich entstanden. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung sind im Bereich des „Mehlandsdeichweges“ Häuser sowohl auf Lilienthaler als auch auf Bremen-Borgfelder Gebiet betroffen. Der betroffene Bereich wird durch die Einsatzkräfte aktuell evakuiert. Die Anlieger werden mit einem Shuttleservice in die Notunterkunft in der Turnhalle in der Ostlandstraße gebracht. Der öffentliche Personennahverkehr der Linie 4 wird aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Einsatzgebiet vorerst eingestellt. Ein Schienenersatzverkehr wird derzeit vorbereitet, heißt es. Für Teile der Hauptstraße in Lilienthal gilt ein Betretungsverbot. Diese Fläche werde derzeit für die Einsatzfahrzeuge gebraucht, die Einsatzkräfte versuchten, den Deich abzudichten. 

Regina Konradi

Straßensperrungen im Landkreis Nienburg wegen Hochwassers

15:46
27.12.2023
Zahlreiche Straßen sind im Landkreis Nienburg wegen der gestiegenen Wasserstände der Weser vorerst gesperrt. Das betrifft unter anderem die Bundesstraße 6 bei der Abfahrt Nienburg West und die Bundesstraße 215/Bundesstraße 414 zwischen Stolzenau und Leese, wie das Kreisamt am Mittwoch mitteilte.

Nicht befahrbar sind auch Land- und Kreisstraßen rund um Stolzenau, zwischen Drakenburg und Balge sowie einige kleinere Straßen in der Region. Radfahrer müssen sich ebenfalls vorerst andere Routen suchen, weil Radwege teilweise überflutet sind.

Nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vom Mittwochvormittag gilt an den meisten Pegeln an der Wasser die höchste Meldestufe 3. An der Mittelweser können die Wasserstände demnach noch ansteigen, insbesondere ab Pegel Drakenburg und weiter flussabwärts. „Die Lage ist genau zu verfolgen“, heißt es in dem NLWKN-Bericht.

Jan-Felix Jasch

Hochwasserlage in Niedersachsen bleibt unverändert

14:57
27.12.2023
Die Hochwassersituation in Niedersachsen bleibt auch am Mittwoch angespannt. Mit einer großflächigen Verschärfung der Lage sei in den kommenden Tagen aber nicht zu rechnen, hieß es am Mittwoch vom Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). „Das Schlimmste ist überstanden, aber es ist noch nicht vorbei“, sagte eine Sprecherin.

Vor allem an der Mittelweser und an den Oberläufen von Aller, Leine und Oker sei mit weiter steigenden Pegelständen zu rechnen. In den nächsten Tagen sei aber keine größeren, landesweiten Niederschläge zu erwarten, was die Lage etwas entspanne. Erst Ende der Woche sei wieder mit stärkerem Regen zu rechnen.

An der Weser seien zwischen Hannoversch Münden und Höxter inzwischen die Scheitelstände erreicht und das Wasser sinke wieder. Auch an Oker und Innerste sei im Harz trotz des erhöhten Zuflusses aus den Talsperren nicht mit einer Zuspitzung zu rechnen, so die Behörde.

Dienstagfrüh hatten sich an der Oker- und Innerstetalsperre die Notüberläufe geöffnet, nachdem beide Stauseen ihre Kapazitätsgrenze erreicht hatten. „Eine Verschlimmerung der Hochwassersituation in den Flüssen Innerste und Oker ist dadurch aber nicht zu erwarten“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

Der Deutschen Wetterdienst (DWD) gibt für Bremen und Niedersachsen derweil noch keine Entwarnung für die nächsten Tage. Auf Nachfrage heißt es dort, ein Sturmtief über Schottland beschere dem Nordwesten noch bis Silvester kräftige Böen und immer wieder Regenschauer. „Das entspannt die Situation nicht, es kommt eher noch was obendrauf“, heißt es dort. Mit derzeit rund 100 bis 150 Litern Niederschlag pro Quadratmeter in 24 Stunden befinde sich die Regenmenge aktuell in einem "überdurchschnittlichen Bereich". „Eine Entspannung ist in dem Sinne nicht wirklich in Sicht."

Jan-Felix Jasch