Der unterlegene CDU-Spitzenkandidat Frank Imhoff sieht eine bessere Bildung im Land Bremen als Projekt für eine mögliche große Koalition mit dem Wahlsieger SPD. „Es kann nicht sein, dass immer noch zehn Prozent unserer Kinder ohne Abschluss von der Schule gehen“, sagte Imhoff am Montag. Im Bereich Innere Sicherheit seien CDU und SPD gar nicht so weit auseinander. „Da waren die Bremsklötze in der rot-rot-grünen Koalition ja eher die Linken und die Grünen.“
Eine große Koalition könne auch eine Verkehrspolitik mit Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer umsetzen, sagte Imhoff. Der SPD-Wahlsieger Andreas Bovenschulte hat angekündigt, Sondierungsgespräche mit allen demokratischen Parteien zu führen. Trotzdem gilt eine Fortführung des Bündnisses aus SPD, Grünen und Linkspartei als wahrscheinlichste Variante im kleinsten Bundesland.
„Wenn man ehrlich ist, war natürlich unser Bürgermeister mit seinen Beliebtheitswerten das größte Problem, warum wir nicht stärker werden konnten“, sagte Imhoff. Nach Stand der Auszählung in der Nacht auf Montag liegt die SPD in Bremen bei 29,9 Prozent der Stimmen, die CDU bei 25,7 Prozent. Ein vorläufiges amtliches Endergebnis soll nach Abschluss der Auszählung am Mittwoch vorliegen.