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Sufjan Stevens über schwere Erkrankung: Konnte nicht mehr laufen

07:17
21.09.2023
(dpa) - Der US-amerikanische Musiker Sufjan Stevens hat seine Erfahrungen mit einer schweren Erkrankung mit Lähmungserscheinungen geteilt. „Ich bin letzten Monat eines Tages aufgewacht und konnte nicht mehr laufen. Meine Hände, Arme und Beine waren taub und kribbelten und ich hatte keine Kraft, kein Gefühl, keine Beweglichkeit“, schrieb der 48-Jährige auf Tumblr.

Stevens ist nach eigenen Angaben an einer Auto-Immun-Erkrankung namens Guillain-Barré-Syndrome erkrankt, die starke Lähmungen hervorrufen kann. Er schreibt: „Es ist ein langsamer Prozess, aber sie sagen, ich werde genesen, es braucht nun eine Menge Zeit, Geduld und harte Arbeit.“

Nach einer Akutbehandlung, die ihm sein Leben gerettet habe, sei er nun seit zwei Wochen in der Reha, schilderte der Musiker. Stevens zeigte sich zuversichtlich, die meisten Patienten würden nach einem Jahr wieder eigenständig laufen können. Er dankte seinen Ärzten und Pflegekräften. „Ich verdanke ihnen mein Leben“, schrieb er und: „Sie sind lebende Heilige.“

Sufjan Stevens spielt mehrere Instrumente und wird meist dem Genre Folk zugeordnet. Für seinen Song „Mystery of Love“, welches auf dem Soundtrack von „Call Me By Your Name“ zu finden ist, erhielt er 2018 eine Oscar-Nominierung. Sein neues Album „Javelin“ soll nächsten Monat erscheinen.

Foto: dpa Tim Mälzer

Tim Mälzer für ermäßigte Mehrwertsteuer in deutscher Gastronomie

07:13
21.09.2023
(dpa) - Der Hamburger Koch und Gastronom Tim Mälzer (52) hat eine Beibehaltung der vergünstigten Mehrwertsteuer von sieben Prozent für Speisen in der deutschen Gastronomie gefordert. „Warum sollte ein Essen, das ich genüsslich und mit Service im Sitzen in einem angenehmen Ambiente zu mir nehme, mit 19 Prozent besteuert werden und das, was ich auf die Schnelle im Alukarton to go beziehungsweise für außer Haus kaufe, mit 7 Prozent?“, sagte Mälzer der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist mir unbegreiflich, ich verstehe es nicht.“

Das sei keine Subvention für Corona-Ausfälle, „sondern das wäre einfach eine intelligente Entscheidung, denn in meinen Augen wäre die Regelung mit einem einheitlichen Steuersatz für beide Seiten fair - für die Gastronomie und die Verbraucher. Das ist unser Recht, ganz einfach“, sagte er. Mälzer hatte 2003 mit seiner Kochshow „Schmeckt nicht, gibt’s nicht“ im deutschen Fernsehen angefangen.

Essen zum Mitnehmen, im Supermarkt oder bei der Essenslieferung wird in Deutschland mit sieben Prozent besteuert. Um die Branche während der Corona-Krise zu entlasten, war der Steuerersatz auch für Speisen im Restaurant auf sieben Prozent gesenkt worden. Aufgrund der Energiekrise wurde die Maßnahme bis Ende dieses Jahres verlängert. Wie es dann weitergeht, ist noch offen.