Im Rahmen eines Festakts zum 60. Jahrestag des Élysée-Vertrags zwischen Deutschland und Frankreich und einer gemeinsame Kabinettssitzung in Paris hat Bundeskanzler Olaf Scholz bei einer Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron die Zusammenarbeit in Energiefragen gelobt. Es sei vor einem Jahr nicht vorstellbar gewesen, dass ein Wegbrechen russischer Gaslieferungen ohne Wirtschaftskrise zu bewältigen sei. "Das ist uns aber gelungen, mit europäischer Solidarität." Er verwies darauf, dass Frankreich Deutschland mit Gas aushilft und umgekehrt Deutschland Frankreich mit Strom.
Bei dem Treffen vereinbarten Deutschland und Frankreich, die zwischen Spanien und dem südfranzösischen Marseille geplante Wasserstoff-Pipeline nach Deutschland zu verlängern. Das Pipeline-Thema hatte vergangenes Jahr für Streit gesorgt. Spanien und Deutschland hatten darauf gedrängt, dass eine seit längerem konzipierte Gaspipeline von Spanien nach Frankreich gebaut wird, um Gas weiter nach Deutschland zu bringen. Frankreich lehnte dies ab und vereinbarte mit Spanien stattdessen den Bau der Wasserstoff-Pipeline.