Letztes Update:
20230119182549

18:24
19.01.2023
Mit Milliarden-Programmen will Spanien bis 2030 zu einer Supermacht für grünen Wasserstoff werden. Für den dafür nötigen Bau inländischer Pipelines und für die Errichtung von zwei Lagerstätten seien Investitionen von 3,5 Milliarden sowie knapp 1,2 Milliarden Euro vorgesehen, erklärte der geschäftsführende CEO des spanischen Gasnetzbetreibers Enagás, Arturo Gonzalo Aizpiri, auf einer Wasserstoff-Konferenz in Madrid. Diese Projekte sollen alle in den kommenden Monaten ausgeschrieben werden.
Hinzu kommt der Bau der Untersee-Pipeline H2MED von Barcelona nach Marseille, der rund 2,5 Milliarden Euro kosten soll und eines der wichtigsten Themen beim spanisch-französischen Gipfel in Barcelona war. Portugal soll an diesem Projekt teilnehmen. Als grün wird Wasserstoff dann bezeichnet, wenn er bei der Elektrolyse mit erneuerbarer Energie gewonnen wird.
"Spanien hat Unternehmen, Talente und Industrie, es hat alles, was nötig ist, um weltweit zum Maßstab für erneuerbaren Wasserstoff zu werden", sagte die spanische Energie-Staatssekretärin Sara Aagesen. Ein Vorteil Spaniens sind die guten klimatischen und geografischen Bedingungen für erneuerbare Energieträger, mit viel Sonne und Wind. Zudem sind weite Landesteile unverbaut, es gibt also Platz für Windräder und Solaranlagen.

17:06
19.01.2023
Der Windpark Butendiek vor Sylt darf vorläufig weiter Strom liefern. Der Naturschutzbund scheiterte vor dem Verwaltungsgericht Köln mit einem Eilantrag, den Betrieb des Offshore-Windparks zu stoppen, wie das Gericht mitteilte. Gegen die Entscheidung ist Beschwerde am Oberverwaltungsgericht in Münster möglich. 
Hintergrund des Antrags ist eine Ausnahmegenehmigung des Bundesamtes für Naturschutz für den Betrieb der Anlage mit 80 Windrädern rund 35 Kilometer vor Sylt in der Nordsee. Das Bundesamt sieht zwar nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu bestimmten Vogelarten wie Seetauchern eine erhebliche Beeinträchtigung für das Vogelschutzgebiet Östliche Deutsche Bucht, räumte dem öffentlichen Interesse an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aber Vorrang ein. Und dies zu Recht, wie das Verwaltungsgericht jetzt entschied.

Foto: Daniel Reinhardt/dpa