Letztes Update:
20230119131548

09:16
19.01.2023
Familien mit niedrigem Einkommen sind im Dezember am stärksten durch die Inflation belastet worden. Dies geht aus dem monatlich erscheinenden Inflationsmonitor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Demnach hatten ärmere Familien im Dezember mit 9,8 Prozent die höchste Inflationsbelastung zu tragen. Bei Alleinlebenden mit sehr hohen Einkommen lag die Quote dagegen bei 7,1 Prozent. Insgesamt lag die Teuerungsrate im Dezember laut Statistischem Bundesamt bei 8,6 Prozent nach 10,0 Prozent im November. Die Inflationsrate gibt die Veränderung der Verbraucherpreise zum Vorjahresmonat an.
Die Konjunkturforscher führen den Rückgang im Dezember vor allem auf die einmalige Übernahme des Dezember-Abschlags für Erdgas und Fernwärme durch den Bund zurück. Die soziale Schere, also den Abstand zwischen den höchsten und den niedrigsten haushaltsspezifischen Inflationsraten, habe diese Maßnahme zwar verkleinern, aber nicht schließen können, berichteten die Studienautoren Silke Tober und Sebastian Dullien.

Symbolfoto: Marcel Kusch/dpa

06:45
19.01.2023
Im Streit über die Treuhandverwaltung der deutschen Rosneft-Töchter ist noch offen, wann das Bundesverwaltungsgericht über eine Klage des russischen Ölkonzerns entscheiden wird. Mit einer Terminierung des Verfahrens sei voraussichtlich Ende Februar oder Anfang März zu rechnen, teilt das Gericht in Leipzig auf Anfrage mit. Rosneft wehrt sich mit der Klage gegen die Anordnung der Treuhandverwaltung.
Die Bundesregierung hatte im September zwei Rosneft-Töchter - Mehrheitseigner der brandenburgischen Raffinerie PCK - unter staatliche Kontrolle gebracht. Begründet wurde dies mit einer drohenden Gefährdung der Energieversorgungssicherheit. Die PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt wurde jahrzehntelang über die Druschba-Pipeline mit russischem Öl beliefert. Seit dem 1. Januar greift ein Ölembargo gegen Russland. Der Bund organisierte eine Belieferung aus anderen Quellen.