Familien mit niedrigem Einkommen sind im Dezember am stärksten durch die Inflation belastet worden. Dies geht aus dem monatlich erscheinenden Inflationsmonitor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Demnach hatten ärmere Familien im Dezember mit 9,8 Prozent die höchste Inflationsbelastung zu tragen. Bei Alleinlebenden mit sehr hohen Einkommen lag die Quote dagegen bei 7,1 Prozent. Insgesamt lag die Teuerungsrate im Dezember laut Statistischem Bundesamt bei 8,6 Prozent nach 10,0 Prozent im November. Die Inflationsrate gibt die Veränderung der Verbraucherpreise zum Vorjahresmonat an.
Die Konjunkturforscher führen den Rückgang im Dezember vor allem auf die einmalige Übernahme des Dezember-Abschlags für Erdgas und Fernwärme durch den Bund zurück. Die soziale Schere, also den Abstand zwischen den höchsten und den niedrigsten haushaltsspezifischen Inflationsraten, habe diese Maßnahme zwar verkleinern, aber nicht schließen können, berichteten die Studienautoren Silke Tober und Sebastian Dullien.