Letztes Update:
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Foto: Christoph Schmidt/dpa

14:58
17.01.2023
Finanzminister Christian Lindner geht davon aus, dass Deutschland den 200 Milliarden Euro schweren Topf zur Abfederung der hohen Energiepreise nicht ausschöpfen wird. "Meine Erwartung ist, dass wir nicht den kompletten Schutzschirm brauchen werden", sagt der FDP-Politiker auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos. Grund sei, dass die Energiepreise aktuell nicht so hoch seien wie befürchtet. Mit dem bis zu 200 Milliarden Euro schweren "Doppelwumms" will die Bundesregierung bis 2024 Preisbremsen für Gas und Strom sowie Unternehmenshilfen finanzieren.

13:18
17.01.2023
Norwegen exportiert mittlerweile deutlich mehr nach Deutschland als in jedes andere Land, darunter vor allem Gas. Wie die Deutsch-Norwegische Handelskammer unter Berufung auf die norwegische Außenhandelsbilanz mitteilt, importierte Deutschland im vergangenen Jahr Waren im Wert von rund 726 Milliarden Kronen (knapp 68 Mrd. Euro) aus dem skandinavischen Land. Dies entspreche mehr als einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. "Deutschland ist jetzt mit Abstand Norwegens Exportland Nummer eins", schreibt die Handelskammer. Allein 621 Milliarden Kronen (58 Mrd. Euro) entfielen dabei auf Gaslieferungen.
Insgesamt kam Norwegen 2022 auf Exporte im Wert von rund 2,6 Billionen Kronen (243 Mrd. Euro), was im Vergleich zu 2021 einem Plus von 87,2 Prozent entspricht, wie aus den Zahlen hervorgeht. Als Hauptursache für das enorme Plus machen die Statistiker den Export von Erdgas aus. Hinter Deutschland folgen beim Exportwert Großbritannien, Frankreich und Belgien.

Eine Förderplattform im Gandsfjord bei Stavanger. Foto: Rainer Jensen/dpa/Archiv