Letztes Update:
20230106151557
Die Knappheit an Energie, Personal und Produktionskapazitäten führte zu einem erheblichen Preisanstieg und damit zur Inflation. Die Gesamtnachfrage in der Wirtschaft wurde größer als das Angebot. Die Zentralbanken waren daher gezwungen, ihre Politik vollständig zu ändern. Die Wirtschaft soll nicht mehr angekurbelt, sondern gebremst werden. Damit sollen die Nachfrage und die Kapazität - das Angebot - der Wirtschaft wieder in Einklang gebracht werden. Das bedeutet, dass die Inflation mit Zinserhöhungen bekämpft werden muss - mit allen Konsequenzen für diejenigen, die von höheren Zinssätzen betroffen sind, wie Familien, die sich Geld leihen, oder Regierungen, deren Haushaltsdefizite durch höhere Zinsbelastungen noch größer werden. (...) 15:15
06.01.2023

12:45
06.01.2023
Norwegen hat Russland im vergangenen Jahr als wichtigsten Gaslieferanten für Deutschland abgelöst. Insgesamt kamen 33 Prozent des 2022 von Deutschland importierten Gases aus dem skandinavischen Land, nur noch 22 Prozent aus Russland, wie die Bundesnetzagentur mitteilt. 2021 hatte Russland noch 52 Prozent des Gases geliefert. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1 449 Terawattstunden (TWh) Erdgas importiert, gut 12 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die im Jahresverlauf gestoppten Gaslieferungen aus Russland wurden der Aufsichtsbehörde zufolge teilweise durch zusätzliche Importe kompensiert - unter anderem über die Niederlande, Belgien und aus Norwegen.

11:38
06.01.2023
Die Abwicklung der Dezember-Soforthilfe für Gas- und Fernwärmekunden ist aus Sicht von Stadtwerken und kommunalen Energieversorgern weitgehend problemlos verlaufen. Es sei den Energieversorgern trotz hohem Aufwand und Zeitdruck gelungen, die Entlastung pünktlich an Verbraucherinnen und Verbraucher weiterzugeben, sagt ein Sprecher des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) laut Mitteilung. Er bezog sich dabei auf eine stichprobenartigen Abfrage unter den mehr als 1500 Mitgliedsunternehmen.
Gas- und Fernwärmekunden mussten im Dezember keinen Abschlag zahlen. Die Kosten übernimmt der Bund. Die Maßnahme sollte vor allem Privathaushalte sowie kleine und mittelständische Unternehmen entlasten. Rund 20 Millionen Haushalte profitierten von der Hilfe.

10:35
06.01.2023
Die Inflation in der Eurozone hat sich im Dezember stärker als erwartet abgeschwächt. Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg laut einer ersten Schätzung mitteilt. Im November hatte die Inflationsrate noch bei 10,1 Prozent gelegen. Der Rückgang war stärker als erwartet. Volkswirte hatten im Dezember im Schnitt mit einer Rate von 9,5 Prozent gerechnet.
Die Kernteuerungsrate ohne Energie und Lebensmittel stieg hingegen von 5,0 Prozent auf 5,2 Prozent. Volkswirte hatten mit 5,1 Prozent gerechnet. Auf diese Größe achten Ökonomen derzeit besonders, weil sie einen Hinweis gibt, wie stark die Unternehmen die Kostensteigerungen insbesondere im Energiebereich auf die Verbraucher überwälzen.