Letztes Update:
20230105054456
Foto: Sina Schuldt/dpa

19:00
04.01.2023
Die deutsche Stromversorgung ist nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums auch ohne Atomkraft und bei einem kompletten Kohleausstieg bis 2030 mittelfristig gesichert. Das gelte auch bei einem deutlich steigenden Stromverbrauch etwa durch Wärmepumpen oder E-Autos, hieß es aus dem Ministerium unter Bezug auf einen Bericht zur Versorgungssicherheit im Stromsektor für die Jahre 2025 bis 2031.
Das Papier der Bundesnetzagentur wird nun innerhalb der Bundesregierung beraten, es muss alle zwei Jahre vorgelegt werden. Der Bericht beruht den Angaben zufolge auf zwei wissenschaftlichen Analysen, bei denen die Versorgungssicherheit in verschiedenen Situationen durchgespielt wurde, bei wechselndem Wetter und mit Ausfällen. Es sei auch geprüft worden, ob der Strom unter unterschiedlichen Bedingungen auch bei den Verbrauchern ankommt, Krisenszenarien seien aber nicht beleuchtet worden. Das Wirtschaftsministerium leitet daraus Handlungsempfehlungen für die Bundesregierung ab.

18:15
04.01.2023
UPDATE | Der europäische Gaspreis ist auf den niedrigsten Stand seit November 2021 gefallen. Begünstigt durch die milde Witterung setzen die Gaspreise ihre jüngste Talfahrt fort. Der Terminkontrakt TTF für die Lieferung von niederländischem Erdgas in einem Monat wurde zeitweise nur noch zu 64,22 Euro je Megawattstunde (MWh) gehandelt. Das sind rund 11 Prozent weniger als am Vortag. Dank des zuletzt milden Winters wird in Deutschland weiter Erdgas eingespeichert.
Anfang Dezember hatte der Preis noch zeitweise bei 159 Euro je MWh gelegen. Das Rekordhoch war im vergangenen Sommer bei 345 Euro je MWh erreicht worden. Damals hatte ein Lieferstopp von Erdgas aus Russland einen rasanten Höhenflug beim Preis ausgelöst.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa