Letztes Update:
20230103054414

05:43
03.01.2023
Aus dem Verkauf von Kohlendioxid-Verschmutzungsrechten sind Deutschland 2022 rund 13,2 Milliarden Euro zugeflossen - so viel wie noch nie. Die Gelder stammen aus dem europäischen (6,8 Milliarden Euro) und dem nationalen (6,4 Milliarden Euro) Emissionshandel. Sie fließen vollständig in den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Bereits 2021 hatte die Deutsche Emissionshandelsstelle mit 12,5 Milliarden Euro einen Rekord verzeichnet.
Aktuell werden daraus etwa die Weiterentwicklung der Elektromobilität, der Aufbau der Wasserstoffindustrie oder Energieeffizienz-Maßnahmen gefördert, wie die Handelsstelle berichtet. Auch die Abschaffung der EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom wurde aus dem KTF finanziert. Dies hatte 2022 zu einer Entlastung bei den Stromkosten beigetragen.

03:24
03.01.2023
Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck warnt vor weitreichenden Investitionen in fossile Energien im Ausland. "Aus meiner Sicht sollten wir nicht in fossile Infrastrukturen investieren, die wir später nicht mehr brauchen und die dann zu Fehlinvestitionen werden", sagt der Grünen-Politiker der dpa. "Da gibt es noch keine abschließende gemeinsame Meinungsbildung in der Regierung."
Hintergrund ist die anstehende Neufassung einer Richtlinie der staatlichen Förderbank KfW. Es geht dabei um die Frage, ob die Kfw auch Projekte im Ausland finanzieren kann, die fossile Infrastruktur umfassen - also zum Beispiel Leitungen für Öl oder Gas. "Die KfW hat eine Förderrichtlinie, die auf das 1,5-Grad-Ziel ausgerichtet ist", so Habeck. "Hier soll jetzt nachgearbeitet werden."

Foto: Kay Nietfeld/dpa

23:58
02.01.2023
Das Deutsche Studierendenwerk fordert mit Blick auf die hohe Inflationsrate eine neuerliche Anhebung der Bafög-Sätze. "Die Bundesregierung muss das Bafög so schnell wie möglich erneut erhöhen", sagt Generalsekretär Matthias Anbuhl der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. "Sonst drohen viele Studentinnen und Studenten im Jahr 2023 in erhebliche finanzielle Schieflage zu geraten."
Das Bafög sei schon seit langem zu knapp bemessen, sagte Anbuhl. Die Erhöhung um 5,75 Prozent in diesem Jahr sei komplett von der Inflation aufgefressen worden. "Studierende, die auf das Bafög angewiesen sind, rutschen damit immer tiefer in die Miesen."