Letztes Update:
20230103020107

05:33
02.01.2023
Industriepräsident Siegfried Russwurm kann sich grundsätzlich längere Laufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland über Mitte April hinaus vorstellen. "Wir sehen ja aktuell, wie dringend wir jede Kilowattstunde Strom benötigen, gerade in den sonnen- und windarmen Wintermonaten", sagt Russwurm der Deutschen Presse-Agentur. "Unseren europäischen Nachbarn ist es schwer zu vermitteln, in der gegebenen Mangellage sichere Kraftwerke abzuschalten und gleichzeitig Solidarität einzufordern."
Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) sagt weiter: "Wir haben den echten Stresstest in den kommenden Monaten noch vor uns. Wenn er schiefgeht, kann es sein, dass die Diskussion noch einmal startet. Am Ende muss die Politik verantwortungsvoll und undogmatisch entscheiden. Definitiv muss es rechtzeitig eine Analyse geben, wie wichtig die Kernkraft für die Stabilität des Stromnetzes in diesem Winter war." Russwurm sagt außerdem, er erwarte keine großflächigen Strom-Blackouts, allenfalls regionale kurzfristige Unterbrechungen. "Das wäre schon schlimm genug."

Das Kernkraftwerk Neckarwestheim. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

13:25
01.01.2023
Der neue Handwerkspräsident Jörg Dittrich warnt davor, dass Handwerker für viele Menschen bald unerschwinglich werden könnten. "Wir müssen aufpassen, dass Handwerksleistungen für weite Teile der Bevölkerung nicht unbezahlbar werden", sagt Dittrich der Bild am Sonntag. "Dieser Grenze nähern wir uns gerade." Es drohe eine Spaltung der Gesellschaft: "Menschen, die sich beispielsweise einen Friseurbesuch leisten können, und andere, die das nicht mehr können."
Der Dresdener Dachdeckermeister ist seit Jahresbeginn neuer Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Er folgt auf Hans Peter Wollseifer, der das Amt acht Jahre lang innehatte. Auch im neuen Jahr werden Handwerker-Leistungen wohl teurer werden.