Letztes Update:
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Foto: Jussi Nukari/Lehtikuva/dpa

11:25
28.12.2022
Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, sieht angesichts der globalen Konkurrenz um Rohstoffe und Energie Arbeitsplätze bei der deutschen und der europäischen Autoindustrie in Gefahr. "Wenn wir bei Themen wie dem Zugang zu Rohstoffen, der Versorgung mit erneuerbaren Energien sowie Handelspartnerschaften nicht schnell und entschlossen vorangehen, ist der Industriestandort ernsthaft gefährdet", sagte sie der Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten. Die bisher starke Wirtschaft könnte dann kein Wohlstandsgarant mehr sein.

China und die USA schlössen unermüdlich Rohstoff- und Energieabkommen und stärkten ihre Wettbewerbsfähigkeit. Gemessen daran seien Europa und Deutschland nicht nur in der Umsetzung zu langsam, sondern auch bei der Erkenntnis noch im Rückstand. Der Zugang zu Energie, Rohstoffen und Vorprodukten sei längst zu einer Schlüsselfrage im internationalen Wettbewerb geworden.

10:33
28.12.2022
Der drohende Konkurs der verschuldeten Betreiberin der russischen Gas-Pipeline Nord Stream 2 ist vorerst abgewendet. Das Kantonsgericht im schweizerischen Zug hat nach Angaben von heute eine Nachlassstundung über sechs Monate bis zum 10. Juli 2023 gewährt. Während dieser Zeit können Gläubiger kein Geld eintreiben. Die Maßnahme hatte der gerichtlich eingesetzte Sachwalter der Nord Stream 2 AG, die Firma Transliq, beantragt.
Die Nord Stream 2 AG ist eine Tochtergesellschaft des russischen Gaskonzerns Gazprom. Eine Nachlassstundung wird in der Regel gewährt, wenn die laufenden Kosten des Unternehmens gedeckt sind und Aussicht auf eine Sanierung oder Verständigung mit Gläubigern besteht. Bei Nord Stream 2 sind noch rund 40 Mitarbeiter mit technischen und administrativen Aufgaben beschäftigt. Die Kosten deckt Gazprom.