Letztes Update:
20221222135912

11:38
22.12.2022
Auch die Europäische Kommission hat für den Betrieb des Terminals für Flüssigerdgas in Lubmin nach Angaben des Betreibers grünes Licht gegeben. Die Kommission habe die Befreiung von bestimmten Regulierungen durch die Bundesnetzagentur vom November bestätigt, teilt das Unternehmen Deutsche Regas mit. Es fehlt allerdings noch die Genehmigung der zuständigen Landesbehörde. Die Landesregierung hatte kürzlich eine Entscheidung im Januar in Aussicht gestellt.

10:25
22.12.2022
UPDATE | Der Energiekonzern Uniper ist weitestgehend verstaatlicht. Die Beteiligung des Bundes sei erfolgt, teilen das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesfinanzministerium in einer gemeinsamen Mitteilung in Berlin mit. Uniper hat eine Kapitalerhöhung über acht Milliarden Euro durchgeführt, bei der ausschließlich der Bund zur Zeichnung zugelassen war. Außerdem hat die Bundesregierung Unipers bisherigem finnischen Mehrheitsaktionär Fortum die Anteile abgekauft. In der Folge hält der Bund nun rund 99 Prozent des Unternehmens.
Der Düsseldorfer Konzern ist wegen des russischen Gas-Lieferstopps in Existenznot geraten, denn die Gaspreise haben sich daraufhin vervielfacht. Das fehlende Gas aus Russland muss das Unternehmen teuer auf dem Gasmarkt einkaufen, um eigene Lieferverträge zu erfüllen, die der Konzern mit seinen Kunden noch vor der Krise zu günstigeren Konditionen abgeschlossen hatte. Dies führt bei Uniper zu tiefgreifenden Liquiditätsproblemen.

Foto: Oliver Berg/dpa

09:52
22.12.2022
Der Giftnotruf in Erfurt rechnet in diesem Winter mit mehr Anrufern wegen des Verdachts auf Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Angesichts der hohen Energiepreise würden viele Verbraucher beim Heizen auf alternative Brennstoffe wie Holz zurückgreifen, sagt die Leiterin des Giftinformationszentrums in Erfurt, Dagmar Prasa, der Deutschen Presse-Agentur. "Schon bei der Lagerung von Holzpellets im Keller gast Kohlenmonoxid aus." Vergiftungsgefahren bestünden aber auch beim unsachgemäßen Betrieb von dieselbetriebenen Notstromaggregaten oder von Holzkohlegrills zum Heizen in geschlossenen Räumen. 
Kohlenmonoxid ist ein farb-, geschmack- und geruchloses Gas, das sich rasch in geschlossenen Räumen ausbreitet und nicht durch Rauchmelder angezeigt wird. Vor den Gefahren hatte auch schon das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR/Berlin) gewarnt. Kohlenmonoxid verhindert im Körper die Bindung von Sauerstoff an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Dadurch kann das Blut den lebenswichtigen Sauerstoff nicht mehr transportieren. Das Gas kann zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Zur systematischen Erfassung der bei den Giftinformationszentren eingehenden Fälle wird derzeit von der Bundesregierung die Einrichtung eines nationalen Vergiftungsregisters vorbereitet.