Letztes Update:
20221220113401

09:45
20.12.2022
Der Anteil des Ökostroms am Stromverbrauch in Deutschland ist in diesem Jahr auf einen Rekordwert gestiegen. Er lag bei 47 Prozent, nach 42 Prozent im Vorjahr, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin mitteilt. Zugleich wuchs aber auch der Anteil von Braun- und Steinkohle, von 28,3 Prozent auf 31,9 Prozent. Grund sei die Rückkehr von Kohlekraftwerken auf den Strommarkt, um Gas einzusparen. Dazu komme die Stilllegung von Atomkraftwerken Ende 2021. 
Das führte dazu dass nach vorläufigen BDEW-Berechnungen die CO2-Emissionen der Energiewirtschaft erstmals seit vielen Jahren leicht gestiegen statt gesunken sind. "Diese Entwicklung ist für das Klima natürlich ein Rückschritt", sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. "Wir müssen deshalb alles tun, um so schnell wie möglich wieder in die Spur zu kommen. Wir brauchen mehr Geschwindigkeit beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, beim Aus- und Umbau der Netze, bei der Entwicklung eines Wasserstoffmarktes." Der Erdgasverbrauch in Deutschland sank laut BDEW-Zahlen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 14,8 Prozent. 

Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

08:43
20.12.2022
In Deutschland hat sich der Preisauftrieb auf Herstellerebene erneut abgeschwächt, allerdings von hohem Niveau aus. Im November stiegen die Produzentenpreise im Jahresvergleich um 28,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im Oktober hatte die Rate 34,5 Prozent betragen, im September waren es sogar 45,8 Prozent gewesen. Im Monatsvergleich gingen die Erzeugerpreise deutlich um 3,9 Prozent zurück.
Energie verteuert sich im Jahresvergleich nach wie vor kräftig, im Monatsvergleich gibt es aber Entlastung. So lagen die Energiepreise im November zwar 65,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor, gegenüber dem Vormonat gaben sie aber um 9,6 Prozent nach. Laut Statistikamt waren auf Monatssicht vor allem Erdgas und Strom günstiger, nachdem es längere Zeit teils starke Preissteigerungen gegeben hatte. Deutliche Preisanstiege gibt es auf Jahressicht weiterhin bei Nahrungsmitteln und Vorleistungsgütern.