Letztes Update:
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Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

12:23
19.12.2022
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) stellt den Mitte April geplanten Atomausstieg in Deutschland in Frage. Wissing sagte der "Bild"-Zeitung, für einen erfolgreichen Hochlauf der Elektromobilität sei es entscheidend, dass die Strompreise nicht aus dem Ruder laufen. Mit Blick auf die Atomkraftwerke sagt er: "Wenn eine Laufzeitverlängerung einen Beitrag dazu leisten kann, sollte man dies nicht vorschnell ablehnen, alleine schon aus Gründen des Klimaschutzes. Nur wenn der Strom klimaneutral produziert wird, schützt Elektromobilität das Klima."
Die Bundesregierung hatte nach einem Machtwort von Kanzler Olaf Scholz (SPD) beschlossen, dass die drei verbliebenen drei Atomkraftwerke über das Jahresende hinaus bis zum 15. April weiterlaufen sollen. Danach soll mit der Nutzung der Atomkraft Schluss sein.

11:47
19.12.2022
Die Bundesnetzagentur dringt auf eine enge Überwachung der Erdgas-Infrastruktur, um Sabotageakte zu verhindern. "Wir tun gut daran, kritische Infrastrukturen besser zu überwachen als früher", sagt Behördenchef Klaus Müller der "Süddeutschen Zeitung". So sei es "absolut richtig", rund um Terminals für Flüssigerdgas einen sehr großen Sicherheitsaufwand zu betreiben.
Sabotageakte oder eine extreme Kälte in Deutschland oder benachbarten Ländern seien aktuell die größten Gefahren für die Gasversorgung, sagt Müller. Die derzeit kalten Wochen führten dazu, dass die Menschen sehr viel weniger Energie sparten als bislang. "Wir müssen nach zwei oder drei Wochen wie jetzt noch nicht Alarm rufen. Es darf aber nicht den ganzen Januar und Februar so weitergehen", mahnt er.
Müller forderte die Energiekonzerne auf, schnell für eine bessere Information der Kunden über ihren Verbrauch an Strom und Gas zu sorgen. "Am besten monatlich", sagt er.