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Foto: Annette Riedl/dpa

04:09
17.12.2022
Zum Stromsparen dürfen Deutschlands Mobilfunkbetreiber die Leistung ihrer Antennen zeitweise verringern. Die Bundesnetzagentur verschickte vor wenigen Tagen einen Brief an die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (O2), in dem sie grünes Licht für eine entsprechende Maßnahme gab. Die Firmen hatten sich an die Behörde gewandt und ihr Konzept vorgestellt. Damit wollten sie sich absichern, dass das Vorgehen im Einklang mit Netzauflagen steht.
"Die Maßnahmen sind aus rechtlicher Sicht unbedenklich", heißt es nun von der Behörde. Bei dem Energiesparmodus wird ein Teil der Frequenzbänder in den Stand-by-Modus versetzt, wenn der Bedarf gering ist - etwa nachts oder tagsüber an abgelegenen Standorten. "Eine Grundversorgung bleibt stets gegeben", betont ein O2-Sprecher. Das System erkenne, wenn die Nachfrage steige und fahre die Kapazität in kurzer Zeit hoch. Ähnlich äußerte sich ein Telekom-Sprecher.

21:26
16.12.2022
Vor der Eröffnung des ersten deutschen Importterminals für Flüssigerdgas (LNG) in Wilhelmshaven verteidigt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck das Projekt gegen Bedenken von Umweltschützern. Das Terminal sei ein Puzzlestück, aber ein wichtiges und ein Anfang, sagte der Grünen-Politiker in den ARD-"Tagesthemen". Alles werde so gebaut, dass die Klimaziele erreicht werden, und der Gasverbrauch werde perspektivisch auch reduziert. 
Ohne diese Terminals hätte Deutschland aber in eine Gasmangellage reinrutschen können. "Wir agieren hier unter höchstem Druck, um die Versorgungssicherheit in Deutschland. zu gewährleisten", sagte Habeck. Das bedeute auch, dass Beteiligungsprozesse verkürzt würden und man beim Ausbau der Infrastruktur "unübliche Wege" gehe. Die Alternative wäre eine Gasmangellage gewesen mit der Folge, dass die deutsche Wirtschaft und die Unterstützung der Gesellschaft für die Ukraine zusammenbrechen würden. Diese Not abzuwehren, habe absolute politische Priorität.