Letztes Update:
20221216142005

13:36
16.12.2022
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will weitere rechtliche Schritte einleiten, um den Betrieb der geplanten LNG-Terminals in Deutschland zeitlich stärker einzuschränken. Für das Flüssigerdgas-Terminal im niedersächsischen Wilhelmshaven, das am Samstag als erstes von vieren eröffnet werden soll, wolle man zudem die Einleitung von Biozid ins Meer verhindern, sagt DUH-Energieexperte Constantin Zerger. Biozide sind Chemikalien oder Mikroorganismen zur Bekämpfung von Schädlingen. 
Die Terminals sollen dazu beitragen, die Lücke bei der Gasversorgung zu füllen, die durch den weitgehenden Stopp der russischen Gaslieferungen nach Deutschland entstanden ist. Der Betrieb ist derzeit bis 2043 begrenzt. Klimaschützern ist das deutlich zu lange, weil sie dadurch die Ziele zur Reduzierung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase gefährdet sehen.

12:42
16.12.2022
Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat den Weg für die geplante 200-Euro-Einmalzahlung für Studierende und Fachschüler zur Entlastung in der Energiekrise freigemacht. Die Länderkammer verzichtet auf die Anrufung des Vermittlungsausschusses, trotz großer Meinungsverschiedenheiten mit dem Bund über die praktische Umsetzung des Vorhabens. 
Die etwa 3,4 Millionen Studierenden und Fachschüler müssen sich dennoch weiter gedulden. Wann sie das Geld bekommen, ist nach derzeitigem Stand weiter offen. Es wird immer noch an einer geplanten Antragsplattform im Netz gearbeitet.

12:09
16.12.2022
Der Weg zur Inbetriebnahme des neuen LNG-Terminals in Wilhelmshaven ist frei. Das Land Niedersachsen erteilt die letzte noch ausstehende wasserrechtliche Erlaubnis für die Anlage zur Einfuhr von flüssigem Erdgas (LNG). Geregelt wurde die Einleitung chlorhaltiger Abwässer ins Meer. Dabei sei für "einen bestmöglichen Ausgleich gesellschaftlicher, ökonomischer und ökologischer Belange gesorgt" worden. Das sagte Anne Rickmeyer, die Leiterin des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz einer Mitteilung zufolge. Umweltverbände kritisieren die Einleitung von Chemikalien und fürchten Schäden für das Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. 
Die LNG-Anlage ist Teil der deutschen Bemühungen, von Erdgas aus Russland abhängig zu werden. Sie soll morgen im Beisein von Bundeskanzler Olaf Scholz und anderer Politiker in Betrieb genommen werden.