Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will weitere rechtliche Schritte einleiten, um den Betrieb der geplanten LNG-Terminals in Deutschland zeitlich stärker einzuschränken. Für das Flüssigerdgas-Terminal im niedersächsischen Wilhelmshaven, das am Samstag als erstes von vieren eröffnet werden soll, wolle man zudem die Einleitung von Biozid ins Meer verhindern, sagt DUH-Energieexperte Constantin Zerger. Biozide sind Chemikalien oder Mikroorganismen zur Bekämpfung von Schädlingen.
Die Terminals sollen dazu beitragen, die Lücke bei der Gasversorgung zu füllen, die durch den weitgehenden Stopp der russischen Gaslieferungen nach Deutschland entstanden ist. Der Betrieb ist derzeit bis 2043 begrenzt. Klimaschützern ist das deutlich zu lange, weil sie dadurch die Ziele zur Reduzierung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase gefährdet sehen.