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Foto: Lino Mirgeler/dpa/Illustration

08:25
15.12.2022
Bewohner von schlecht isolierten Häusern müssen trotz Gaspreisbremse laut einer Untersuchung unter bestimmten Umständen fast sieben Mal so viel für Gas zahlen wie Bewohner gut isolierter Häuser. Zu diesem Ergebnis kommt eine Berechnung der Initiative Klimaneutrales Deutschland. Demnach gehören in Deutschland rund drei Millionen Wohnhäuser der schlechtesten Energieeffizienzklasse H an. "Schlechte Fenster, ungedämmte Dächer und unisoliertes Mauerwerk führen dazu, dass siebenmal mehr Gas mehr nötig ist, um diese Gebäude zu heizen als in Gebäuden mit einem zeitgemäßen Energiestandard", teilt die Stiftung in München mit.
Die Bewohner von Häusern der Klasse H müssten trotz der Gaspreisbremse erhebliche Summen zum Heizen aufwenden. So müsse eine Familie, die in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus der Energieeffizienzklasse H mit 150 Quadratmetern wohne, künftig rund 5600 Euro für Gas im Jahr aufbringen. Dies seien 4800 Euro mehr als eine Familie, die ein Haus der Klasse A bewohne. Gegenüber dem Jahr 2021 lägen die Mehrkosten bei über 3000 Euro im Jahr.

Qualm und Dampf steigt aus zahllosen Schornsteinen an einem kalten Wintermorgen auf. Foto: Jan Woitas/dpa