Letztes Update:
20221215020139

18:41
14.12.2022
Das EU-Parlament hat sich dafür ausgesprochen, die Genehmigungsverfahren für Solarpaneele oder Windräder zu beschleunigen. Der Plan sieht vor, die maximale Dauer des Genehmigungsverfahrens für neue Anlagen von zwölf auf neun Monate zu verkürzen, wenn sie sich in sogenannten Beschleunigungsgebieten für erneuerbare Energien befinden. Reagiert die Behörde nicht innerhalb der Frist, gilt das Vorhaben automatisch als genehmigt. Das entschied das Europaparlament in Straßburg. Die EU-Staaten hatten sich bereits auf das Vorhaben geeinigt, nun kann das Parlament Verhandlungen mit ihnen aufnehmen, bevor das Gesetz in Kraft treten kann.
Die Beschleunigungsgebiete werden dem Vorschlag zufolge von den einzelnen Mitgliedstaaten festgelegt. Außerhalb dieser Zonen soll das Genehmigungsverfahren nicht länger als 18 Monate dauern. Die EU-Länder sollen demnach auch sicherstellen, dass Solaranlagen auf Gebäuden und Wärmepumpen innerhalb eines Monats genehmigt werden. Bisher dauern Genehmigungsverfahren oft mehrere Jahre.

Unterm Strich war die Abstimmung heute ein positiver Beitrag für eine schnellere Energiewende. Wind, Sonne, Wasser und nachwachsende Rohstoffe stellen keine Rechnung. Weniger Genehmigungsbürokratie ist somit auch ein Beitrag für den schnelleren Ausbau der Erneuerbaren und letztlich auch für niedrigere Energiepreise. 18:41
14.12.2022
Markus Pieper, Berichterstatter des Europäischen Parlaments und parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Gruppe

18:07
14.12.2022
Hohe Stromkosten werden nach Einschätzung der Unternehmensberatung Berylls zu einem Standortproblem für die Autoindustrie in Europa. Der durchschnittliche Stromkostenanteil pro Fahrzeug sei in Europa von 300 Euro im vergangenen Jahr auf 800 Euro im laufenden Jahr gestiegen. Im kommenden Jahr könnte er auf bis zu 1200 Euro klettern. In den USA dagegen seien die Stromkosten pro Fahrzeug nur von 130 auf 250 Euro gestiegen. Auch in China, Japan und Südkorea sei Strom billiger.
Eine Annäherung der Unterschiede sei "auch mittelfristig nicht zu erwarten, was Europa zum klaren Verlierer der Entwicklung macht und Fahrzeuge aus europäischer Produktion weiter verteuern dürfte", schreiben die Branchenexperten in ihrer Studie. Die Energiekosten hätten starken Einfluss auf die Standortentscheidungen der Autobauer und Zulieferer. Die Diskussionen über den Standort des Northvolt-Batteriewerks - bei Heide in Schleswig-Holstein oder in den USA - seien nur ein Beispiel dafür.

Symbolfoto: Oliver Berg/dpa