Letztes Update:
20221215020139

13:44
14.12.2022
Als Antwort auf ein milliardenschweres US-Subventionsprogramm sollen bald Staatshilferegeln in der EU vereinfacht werden. Im Januar werde die EU-Kommission einen neuen Rahmen für Beihilfen vorstellen, kündigt Kommissionschefin Ursula von der Leyen im Europaparlament an. "Wir müssen dafür sorgen, dass Investitionsbeihilfen und Steuergutschriften die betroffenen Sektoren leichter und schneller erreichen", so die Spitzenpolitikerin. Die Kommission ist in der EU dafür zuständig, Staatshilfen für Unternehmen zu prüfen und etwa zu untersuchen, ob sie den Wettbewerb verzerren. 
Beim US-Programm, das offiziell Gesetz zur Verringerung der Inflation (IRA) genannt wird, handelt es sich um einen Investitionsplan im Umfang von rund 369 Milliarden Dollar (349 Mrd. Euro), mit dem auch die Erzeugung umweltfreundlicher Energie ausgebaut werden soll.

12:11
14.12.2022
Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor einem möglichen starken Anstieg der Ölpreise im kommenden Jahr als Folge der Sanktionen gegen Russland. Die volle Wirkung der Embargos für russisches Rohöl und Ölprodukte stehe noch aus, heißt es in einem Bericht des Interessenverbands westlicher Industriestaaten, der in Paris veröffentlicht wurde. Daher könne ein "Preisrallye" im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen werden.
Nach Einschätzung der Experten der IEA könnte die russische Fördermenge bis zum Ende des ersten Quartals 2023 um 14 Prozent einbrechen. Sollte diese Prognose eintreffen, könnte es zu einer Umkehrung des jüngsten Preistrends am Ölmarkt kommen, heißt es weiter in dem Bericht.

11:24
14.12.2022
Die EU will angesichts der Energiekrise 20 Milliarden Euro zusätzlich in die Energiewende stecken. In der Nacht einigten sich Unterhändler des EU-Parlaments und der Staaten auf Mittel, um schneller von russischen Brennstoffen unabhängig zu werden. Zusätzlich zu den neuen 20 Milliarden Euro an Zuschüssen sollen Kredite aus dem Corona-Aufbaufonds, die noch nicht verplant wurden, für die Investitionen genutzt werden.
"Diese Verhandlungen machen den Weg frei für den europäischen Erneuerbaren-Booster", kommentiert der EU-Abgeordnete Michael Bloss, der an den Verhandlungen teilnahm. Finanziert werden sollen vor allem Projekte zur Energieeffizienz und zur Förderung erneuerbarer Energien. Aber auch Infrastruktur für fossile Energieträger wie Flüssigerdgas oder Öl kann unter bestimmten Umständen gefördert werden, wenn die Projekte bis 2026 fertiggestellt werden. Die zeitliche Begrenzung mache die Zahl solcher Projekte überschaubar, sagt Bloss.