Letztes Update:
20221210110448

11:02
10.12.2022
Steigende Energiepreise und schwächelnde Wirtschaft lassen die Sorgen bei Deutschlands Mittelständlern wachsen. "Im Herbst 2022 steht der deutsche Mittelstand am Rande einer neuerlichen konjunkturellen Talfahrt", schreiben der Bundesverband Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und die DZ Bank in ihrer jüngsten Mittelstandsumfrage.
"Die Erfahrungen der letzten Jahre lassen aber hoffen, dass der Mittelstand auch unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich agieren wird", heißt es zugleich in der Analyse. "Zuversichtlich stimmt, dass der Mittelstand als Ganzes seine Bilanzqualität trotz konjunkturell teilweise sehr stürmischer Fahrwasser 2020 und 2021 nicht nur bewahren, sondern sogar merklich verbessern konnte."

08:59
10.12.2022
Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, appelliert trotz der aktuell tiefen Temperaturen an die Bürger, nicht alle Heizungen hochzudrehen. Er werde nicht müde zu warnen und zu bitten, sagte Müller im Deutschlandfunk. Ein oder zwei Wochen Kälte machten ihn noch nicht besonders besorgt, betonte Müller. Man dürfe aber nicht leichtfertig werden. Wenn alle die Heizungen in allen Räumen hochdrehten, werde sehr viel Gas verbraucht. Und wenn das lange dauere, könnte am Ende des Winters nicht genug Gas da sein, um die Bedürfnisse der Industrie zu decken, warnte Müller. Es bleibe dabei, dass über alle Sektoren hinweg 20 Prozent Gas eingespart werden müssten.
Aktuell sind die deutschen Gasspeicher noch zu rund 95 Prozent gefüllt. Der Füllstand war in den vergangenen Tagen jahreszeitbedingt gesunken. Die Betreiber der Erdgasspeicher waren gestern weiterhin davon ausgegangen, dass Deutschland den Winter ohne Gasknappheit gut überstehen kann, solange keine extrem niedrigen Temperaturen auftreten. 

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

01:03
10.12.2022
Der Vorstandschef des Energiekonzerns RWE, Markus Krebber, erwartet für die Stromversorgung in Deutschland in diesem Winter keine Probleme. Bei der Gasversorgung sei die Lage schwieriger, sagte der Manager der Rheinischen Post.
Es komme dabei aufs Wetter an. "Deutschland hat alles getan, was möglich war, Haushalte und Industrie sparen Gas. Und der Oktober war so mild, dass die Speicher kaum gebraucht wurden. Doch das ist keine Entwarnung. Wir haben keinerlei Reserven", führte Krebber aus.
Beim Strom werde Deutschland in diesem Winter so viel nach Frankreich exportieren wie noch nie. "Die Probleme der französischen Kernkraftwerke sind auch der Grund dafür, dass bei uns so viele Gaskraftwerke laufen. Dennoch bin ich einigermaßen optimistisch, dass wir beim Strom gut durch den Winter kommen", sagte Krebber.