Letztes Update:
20221206161001
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

13:23
06.12.2022
Strom könnte in den nächsten Jahren laut einer McKinsey-Studie wieder billiger werden. Eine deutliche Senkung der Großhandelsstrompreise bis 2025 sei unter bestimmten Bedingungen möglich. "Um bis 2025 das Ziel einer sicheren, bezahlbaren und nachhaltigen Stromversorgung für Deutschland zu erreichen, ist ein massiv beschleunigter Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig", berichte die Unternehmensberatung in Düsseldorf.
Gleichzeitig müssten die Kapazitäten für die Verstromung von Erdgas deutlich erweitert werden. "Diese können später auf Biogas und grünen Wasserstoff als Brennstoffe umgestellt werden." Für die Versorgungssicherheit sei es außerdem notwendig, die bis 2025 zur Abschaltung vorgesehenen Kohlekraftwerke so lange weiterzubetreiben, bis diese auf emissionsarme, wasserstofffähige Gaskraftwerke umgestellt seien.

Strommasten in Schleswig-Holstein. Foto: Marcus Brandt/dpa

11:31
06.12.2022
Polens Umwelt- und Klimaministerium sowie der Stromnetzbetreiber PSE haben an die Verbraucher des Landes appelliert, den Energieverbrauch in Spitzenzeiten zu reduzieren. "Eine rationelle Nutzung der Elektrizität und die Vermeidung des Verbrauchs in Spitzenzeiten werden die Auswirkungen der Energiekrise verringern", so Vize-Energieministerin Anna Lukaszewska-Trzeciakowska. 
Auf der Webseite des Netzbetreibers PSE wird tagesaktuell angezeigt, wann die höchste Belastung des Stromnetzes erwartet wird - für heute war dies die Zeit zwischen 11 und 14 Uhr. Der Betreiber empfiehlt den Verbrauchern, in dieser Zeit unnötige Beleuchtung auszuschalten und bei Geräten im Stand-by-Modus den Stecker zu ziehen. Verbrauchsintensive Geräte wie Waschmaschinen sollen dagegen in den Randzeiten des Tages betrieben werden. Gegenwärtig gewinnt Polen fast 80 Prozent seiner Energie aus Steinkohle und Braunkohle.