Die Linke kritisiert den geplanten Schutz vor überzogenen Tariferhöhungen bei der Gas- und Strompreisbremse als unzureichend und fordert strengere Kontrollen. "Jeden neuen Tarif für 2023 muss der Bund bei Strom und Gas genehmigen", sagt Fraktionschef Dietmar Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es dürfe nicht sein, dass die Preisbremsen zu einer Einladung zum Abkassieren für die Versorger und ein Fass ohne Boden für die Steuerzahler würden. Nötig seien Kontrollen mit "Klauen und Zähnen", die die Preise nach unten korrigierten, fordert Bartsch.
Auch die Union fordert strikte Kontrollen gegen missbräuchliche Strom- und Gaspreiserhöhungen. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Andreas Jung sagt dem Tagesspiegel: "Es darf nicht sein, dass sich schwarze Schafe unter den Energieversorgern auf Kosten der Allgemeinheit eine goldene Nase verdienen." Für die Gas- und Strompreisbremse würden Milliardensummen veranschlagt. Sie sollten Bürgern und Betrieben durch die Krise helfen, "nicht aber Bilanzen von Versorgern aufbessern". Wo Preiserhöhungen keine entsprechend gestiegenen Kosten gegenüberstünden, sei das ein Missbrauch.