Letztes Update:
20221130193608

19:34
30.11.2022
Deutschland und Norwegen wollen einen gemeinsamen Schutz der Energieinfrastruktur auf dem Meeresboden unter dem Dach der Nato. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg werde dazu gebeten, eine Koordinierungsstelle für den Schutz der Unterwasserinfrastruktur einzurichten, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin bei einem Treffen mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Støre. "Pipelines, Telefonkabel und Internetverbindung sind Lebensadern für unsere Staaten und müssen ganz besonders gesichert werden. Nicht zuletzt die Anschläge auf die Pipelines von Nord Stream 1 und 2 haben gezeigt, welche großen Risiken hier bestehen", sagte Scholz. Ziel müsse es nun sein, polizeiliche und militärische Kräfte effizient aufeinander abzustimmen und Akteure wie die EU und privatwirtschaftliche Unternehmen gut einzubinden.
"Es geht um die Sicherheit für Energieanlagen. Ich möchte hier keine scharfe Trennlinie ziehen, was ober und unter Wasser ist. Es geht um Gasrohrleitungen, es geht um die Telekommunikationsinfrastruktur, Glasfaserinfrastruktur und anderes", sagte Støre. "Wir brauchen einen koordinierten gemeinsamen Einsatz, um die Sicherheit für diese Infrastruktur zu gewährleisten", forderte er.

Jonas Støre (l) und Olaf Scholz. Foto: Michael Kappeler/dpa

18:56
30.11.2022
Über das neue LNG-Anlandeterminal in Wilhelmshaven könnte noch Ende des Jahres erstes Erdgas ins deutsche Ferngasnetz eingespeist werden. Damit rechnet der Energiekonzern Uniper - wenn das Wetter mitspielt. "Wenn es gut läuft, dann wird noch dieses Jahr erstes Gas fließen", sagte der Uniper-Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Maubach in Düsseldorf. Das Spezialschiff zur Regasifizierung werde nach bisheriger Planung bereits voll beladen nach Wilhelmshaven kommen und dann Ende des Jahres Gas in das System einspeisen können. Der erste LNG-Tanker werde dann "im besten Fall" Mitte Januar kommen. Uniper errichtet und betreibt das Terminal mit Unterstützung der Bundesregierung.
Herzstück des Anlandeterminals ist das Spezialschiff, die sogenannte "Floating Storage & Regasification Unit" (FSRU). Die eigentlichen Flüssiggastanker übergeben ihre Fracht an dieses Schiff, das es wieder in einen gasförmigen Zustand versetzt und an Land pumpt.