Letztes Update:
20221128160916

15:46
28.11.2022
Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) dringt auf ein Aus der niederländischen Gasförderpläne vor dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. "Am besten wäre es, das Gasförderprojekt zu stoppen", sagte Lemke der Neuen Osnabrücker Zeitung zu Beginn der 14. Wattenmeerkonferenz in Wilhelmshaven. Sie bezog sich auf Pläne des niederländischen Unternehmens One-Dyas, ab Ende 2024 aus einem Feld zwischen der niederländischen Insel Schiermonnikoog und der ostfriesischen Insel Borkum Gas zu fördern.
Gefördert werden soll sowohl in niederländischen als auch in deutschen Hoheitsgebieten. Die niederländischen Behörden gaben im Juni grünes Licht für die Förderung. Für die Förderung auf deutscher Seite ist noch das Planfeststellungsverfahren notwendig.

Es geht nicht an, dass das wertvolle Ökosystem Wattenmeer geschädigt und sein Unesco-Status aufs Spiel gesetzt wird, um für einige wenige Jahre Erdgas zu fördern 15:46
28.11.2022
Die Umweltministerin ergänzt, wenn ein Stopp des Projektes "wegen des gewaltigen Drucks durch die Energiekrise nicht mehr gelingt, muss ohne Wenn und Aber Tag und Nacht gewährleistet sein, dass der Schutz des Wattenmeeres Vorrang hat".
Borkum aus der Luft. Foto: Sina Schuldt/dpa

14:33
28.11.2022
Das Bundeskartellamt hat bei einer Untersuchung des Raffineriegeschäfts in Deutschland bislang keine Anzeichen für verbotene Preisabsprachen der Mineralölgesellschaften entdeckt. Anlass der im Frühjahr gestarteten Untersuchung war eine laut Behörde "nachhaltige Entkopplung" der Tankstellenpreise von der Entwicklung des Rohölpreises in den Wochen und Monaten nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine. "Unsere Untersuchung zeigt, dass sich diese Entwicklung nicht allein auf Kostensteigerungen zurückführen lässt", sagte Behördenpräsident Andreas Mundt laut einer Mitteilung. Dem widerspreche vor allem die Tatsache, dass die meisten Mineralölkonzerne in dieser Zeit mit ihren Raffinerien sehr große Gewinne erwirtschaftet hätten.
"Wir sehen nach wie vor strukturelle Probleme im Markt, wie zum Beispiel die Tatsache, dass viele Gesellschaften vom Bohrloch bis zum Zapfhahn auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette aktiv sind." Man könne aber nur einschreiten, wenn ein Anfangsverdacht auf ein kartellrechtswidriges Verhalten vorliege. "Dafür sind hohe Preise und hohe Unternehmensgewinne für sich genommen aber noch kein ausreichendes Indiz", betonte Mundt.