Letztes Update:
20220411041631

Nach Corona-Pause: Schausteller optimistisch für neue Saison

04:16
11.04.2022
Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause blicken die Schausteller optimistisch auf die neue Saison. «Es herrscht große Freude, dass es endlich wieder losgeht», sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes (DSB), Albrecht Ritter. «Und auch bei den Besuchern merkt man ganz klar: Die Leute wollen raus und Spaß haben», sagte Ritter der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Das sei bei den ersten Veranstaltungen in diesem Jahr bereits deutlich spürbar gewesen, etwa beim Frühjahrssend in Münster, beim Hamburger Frühlingsdom oder bei der Palmkirmes in Recklinghausen, die am Sonntag endete.

Nach dem Wegfall der meisten Corona-Schutzmaßnahmen erwartet der DSB - sofern das Wetter mitspielt - nun wieder ähnlich viele Volksfest-Besucher wie vor der Pandemie. Ritter hatte bereits angekündigt, dass Karussell- oder Achterbahnfahrten wegen der höheren Strom- und Benzinpreise teurer würden. «Unsere Betriebskosten sind natürlich gestiegen, da bleibt das nicht aus.»

Die Corona-Pause habe der Branche trotz der Überbrückungshilfen stark zu schaffen gemacht. Jedoch hätten nur wenige Schausteller ihre Betriebe aufgegeben, sagte Ritter. «Viele haben sich ein zweites Standbein gesucht, das sie als Puffer auch beibehalten wollen.» Ein aktuelles Problem seien fehlende Mitarbeiter. Während der Pandemie hätten sich zahlreiche Arbeitskräfte andere Jobs gesucht.

Wegen des Kriegs in der Ukraine Volksfeste abzusagen, wäre aus Sicht von Ritter ein falsches Signal. «Gerade in schwierigen Zeiten sehnen sich die Menschen auch nach Vergnügen.» Auf vielen Jahrmärkten würden Schausteller ukrainische Flüchtlinge zu kostenlosen Fahrten einladen. So könne man geflüchteten Menschen Freude bereiten und Solidarität zeigen.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte kürzlich gesagt, für ihn persönlich sei schwer vorstellbar, zu feiern, Bier zu trinken und Karussell zu fahren, wenn gleichzeitig in der Ukraine so großes Leid herrsche. Ob das Oktoberfest in diesem Jahr stattfindet, soll in den nächsten Wochen entschieden werden.

(dpa)

Kapitel

Sonntag, 10. April

Wegen Corona-Lockdown: Franzosen in Shanghai können nicht wählen

15:06
10.04.2022
Exil-Franzosen in der chinesischen Metropole Shanghai können wegen des strikten Corona-Lockdowns dort nicht an der Wahl des nächsten französischen Präsidenten teilnehmen. Die dortigen Wahllokale wurden am Sonntag auf Geheiß der chinesischen Behörden nicht geöffnet, wie die französische Botschaft in Peking mitteilte. Man setze alles daran, den Franzosen in Shanghai eine Abstimmung beim zweiten Wahlgang am 24. April zu ermöglichen.

Betroffen sind laut der Zeitung «Le Monde» mehr als 4500 Menschen, die ihr Wahlrecht in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl nicht ausüben können.

China erlebt derzeit die schlimmste Corona-Welle seit Ausbruch der Pandemie. Wegen der strikten Null-Covid-Politik in dem Land gelten weiträumige Ausgangssperren unter anderem in Shanghai.

Wiederholte Versuche, bei den chinesischen Behörden doch noch eine Öffnung der Wahllokale und Ausnahmen für wahlberechtigte Franzosen von der Ausgangssperre durchzusetzen, seien gescheitert, hieß es in der Mitteilung der französischen Botschaft. Als Begründung habe es geheißen, «wegen der schweren und komplizierten Situation in Shanghai» sei es «objektiv unmöglich», die Bedingungen für das Abhalten der Wahl in der Stadt zu schaffen.

(dpa)

Wir setzen Embeds, also Einbettungen von Drittanbietern ein. Dieser fremde Inhalt wird nicht ohne Ihre Zustimmung (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a) DSGVO) geladen. Nur, wenn Sie die Embeds mit einem Klick auf „Externe Inhalte nachladen“ aktivieren, werden die Elemente der Drittanbieter geladen. Erst dann werden vom Drittanbieter ggf. Cookies gesetzt und über Ihren Browser Daten an den jeweiligen Anbieter übertragen. Einige solcher Inhalte stammen auch von sozialen Netzwerken oder anderen Unternehmen aus den USA, durch deren Einbettung Daten (z.B. Ihre IP-Adresse, Browserinformation, Cookie-ID, Pixel-ID, aufgerufene Seite, Datum und Zeit des Aufrufs) auch in die USA übertragen werden können.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Inhalt laden