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20220409175208

Ärzteverband: 60 Prozent der Kliniken müssen Operationen verschieben

16:00
09.04.2022
In sechs von zehn Krankenhäusern in Deutschland müssen nach Angaben des Verbands leitender Krankenhausärzte (VLK) wegen der Corona-Pandemie noch immer Operationen verschoben werden. «In 60 Prozent der Häuser müssen planbare Eingriffe verschoben werden, in sechs von zehn Kliniken werden die Pflegepersonaluntergrenzen unterschritten», sagte der Präsident des Verbandes leitender Krankenhausärzte (VLK), Michael Weber, der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstag). In drei von zehn Kliniken müssten Patienten in andere Kliniken verlegt werden, und das auch aus großen Kliniken.

Der VLK befragte der Zeitung zufolge deutschlandweit seine Mitglieder. In der Umfrage gaben demnach 20 Prozent der leitenden Krankenhausärzte an, dass die Notfallversorgung gefährdet sei. Gut zehn Prozent der Betten auf Allgemein- und Intensivstationen seien weiter von Patienten mit einer Corona-Infektion belegt.

Angesichts der angespannten Situation kritisierte der VLK die Corona-Politik von Bund und Ländern scharf. «Die Pandemie ist noch nicht vorbei, und der zunehmende politische Streit gefährdet die Versorgungslage», sagte Weber der Zeitung. Aus Sicht der Kliniken seien an vielen Stellen die Hotspot-Kriterien erfüllt, so dass Eindämmungsmaßnahmen verhängt werden müssten.

(dpa)

undestagsvizepräsidentin Göring-Eckardt nimmt Lauterbach in Schutz

14:57
09.04.2022
Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) hat den Bundesgesundheitsminister vor Kritik an seiner Arbeit in Schutz genommen. «Karl Lauterbach ist einer der fachlich besten Gesundheitsexperten, die wir haben», sagte Göring-Eckardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). «Die Tatsache, dass es in der Politik auch Rückschläge gibt, sollte nicht dazu führen, dass man sagt: Mit ihm nicht mehr.» Die nächste Person im Amt werde ebenfalls Rückschläge erleiden.

Was Lauterbachs Ministerium sicher besser machen könne, sei die Kommunikation. «Wenn sich Regeln ändern, sollte darüber gut informiert werden. Das gilt aber für alle Verantwortlichen in der Regierung und nicht nur für einen Minister», sagte sie. Lauterbach (SPD) habe zuletzt eingestanden, dass die Rücknahme der Quarantäne-Regel ein Fehler war, betonte die Grünen-Politikerin. «Das war gut.»

Mit Blick auf das Scheitern der Corona-Impfpflicht im Bundestag sagte Göring-Eckardt dem RND: «Es ist gravierend für die Pandemiebekämpfung im Herbst, für die Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, die potenziell erkranken und all jene, die dann wieder die Folgen tragen müssen, sollten im Herbst wieder strengere Maßnahmen notwendig werden.»

(dpa)

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