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Corona-Folgen und Fahrermangel belasten Busfirmen

14:12
09.04.2022
Ein eklatanter Fahrermangel und die Corona-Folgen machen der deutschen Busbranche besonders zu schaffen. Im touristischen Verkehr steigen die Buchungszahlen im Inland langsam wieder, bleiben aber für ausländische Ziele sehr niedrig. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmen (BDO) hervor, die am Samstag in Berlin veröffentlicht wurde.

Der größte Teil der befragten Unternehmen (82 Prozent) geht
nur von einer langsamen Erholung der Fahrgastzahlen
nach Eindämmung der Corona-Pandemie aus. Mehr als die
Hälfte der Unternehmen (58 Prozent) rechnet damit, dass
Verluste bei den Fahrgastzahlen bestehen bleiben werden. Knapp ein Viertel der Firmen (24 Prozent) erwartet eine langsame, aber vollständige Erholung über mehrere Jahre hinweg.

Mehr als 700 Busunternehmer nahmen vom 30. November 2021 bis zum 16. Januar 2022 online an der Umfrage teil. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs wie etwa der Preissprung beim Diesel sind deshalb nicht berücksichtigt.

Zwei Drittel der Busunternehmen klagten über einen Fahrermangel. Am
härtesten ist dabei laut Umfrage der Linienverkehr betroffen (73 Prozent), gefolgt von Bustouristik und Gelegenheitsverkehr (60 Prozent) sowie dem Fernlinienverkehr (50 Prozent). Nach einer Schätzung des BDO werden in den nächsten 10 bis 15 Jahren bis zu 36 000 Busfahrer fehlen, wenn nicht gegengesteuert werde, auch weil viele die Altersgrenze erreichten. Über den Fahrermangel hatte zuvor bereits das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

(dpa)

Osterurlaub: Regierungspolitiker raten zu Tests und Maske

12:53
09.04.2022
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) haben zu Beginn der Osterferien in vielen Bundesländern mit Blick auf Reisen und Familienbesuche dazu aufgerufen, Corona-Tests und Masken zu nutzen. «Die Fallzahlen gehen stark zurück. Damit es so bleibt, sollte sich jeder vor einer Osterreise testen lassen oder selbst testen», schrieb Lauterbach am Samstag bei Twitter. Er rate auch weiter zum freiwilligen Tragen der Maske in Innenräumen.

Spiegel sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, sie wünsche den Familien von Herzen, dass sie an Ostern zusammenkommen könnten. «Ich rate dazu, dass sich alle vorher mit einem Schnelltest testen. Und wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, sollte dort eine FFP2-Maske tragen.»

Eigene Erfahrungen mit Schnelltests machte unterdessen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Der CSU-Chef schrieb am Samstag bei Twitter: «Jetzt hat es mich nach zwei Jahren doch noch erwischt.» Ein PCR-Test sei positiv gewesen, alle Schnelltests davor hätten immer ein negatives Ergebnis angezeigt. Söder sagte eine geplante Reise in die Golf-Region ab. «Der Wert des PCR-Tests ist übrigens so, dass eine Ansteckung bisher äußerst unwahrscheinlich war. Trotzdem heißt es jetzt in die Isolation», schrieb er.

Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken zwar weiter, aber aus den Kliniken kommt noch keine Entwarnung. In sechs von zehn Krankenhäusern in Deutschland müssen nach Angaben des Verbands leitender Krankenhausärzte (VLK) wegen coronabedingter Personalausfälle und vieler Covid-Patienten immer noch Operationen verschoben werden. «Die Pandemie ist noch nicht vorbei, und der zunehmende politische Streit gefährdet die Versorgungslage», sagte VLK-Präsident Michael Weber der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstag). Aus Sicht der Kliniken seien an vielen Stellen die Hotspot-Kriterien erfüllt, so dass Eindämmungsmaßnahmen verhängt werden müssten.

Der VLK befragte der Zeitung zufolge deutschlandweit seine Mitglieder. In der Umfrage gaben demnach 20 Prozent der leitenden Krankenhausärzte an, dass die Notfallversorgung gefährdet sei. Gut zehn Prozent der Betten auf Allgemein- und Intensivstationen seien weiter von Patienten mit einer Corona-Infektion belegt.

Lauterbach schrieb dazu, wenn die medizinische Versorgung durch Covid gefährdet sei, wegen zu vieler Patienten oder zu wenig Personal, «sollte die Hotspot Regel des Infektionsschutzgesetzes genutzt werden. Genau dafür wurde sie gemacht.» Die Landtage in den Bundesländern können nach dem geänderten Infektionsschutzgesetz Regionen zu sogenannten Hotspots erklären. Dort könnten dann auch wieder schärfere Corona-Regeln vorgeschrieben werden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreichte unterdessen den tiefsten Stand seit Ende Januar. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 1141,8 an (Vortag 1181,2, Vorwoche 1531,5). Die Gesundheitsämter meldeten 150 675 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Vor einer Woche waren es 196 456 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 309 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 292.

(dpa)

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