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Viele Ausfälle in Hoffenheim: Rudy und Geiger fallen wegen Corona aus

09:58
08.04.2022
Die TSG 1899 Hoffenheim hat vor der Partie bei RB Leizig (Sonntag, 19.30 Uhr/DAZN) zwei neue Corona-Fälle und jede Menge Ausfälle. Um diese alle aufzuzählen, brachte Trainer Sebastian Hoeneß zur Pressekonferenz des Fußball-Bundesligisten am Freitag extra Notizen mit. «Ich habe hier einen Zettel, der diesmal voll ist. Ich musste das aufschreiben, damit ich es mir merken kann», sagte der 39-Jährige. Mit dem Virus infiziert haben sich die Mittelfeldspieler Sebastian Rudy und Dennis Geiger.

Kapitän Benjamin Hübner ist wegen Rückenproblemen «weiterhin kein Thema. Er kommt da nicht so richtig auf die Beine». In Florian Grillitsch (Muskelverletzung) fällt ein weiterer wichtiger Defensivspezialist aus. Nachwuchsmann Marco John wurde am Donnerstag an der Schulter operiert.

Zu allem Übel für die Hoffenheimer sind auch noch Nationalspieler David Raum, Kevin Vogt und Kevin Akpoguma gelbgesperrt. Fragezeichen stehen nach Hoeneß-Angaben hinter dem Einsatz von Stefan Posch und Pavel Kaderabek (beide nach Corona-Erkrankung). Der Langzeitverletzte Ermin Bicakcic fehlt ohnehin.

Nach einer schweren Muskelverletzung könnte aber der Däne Robert Skov früher als erwartet sein Comeback geben, nachdem er schon bei der U23 der Kraichgauer gespielt hat. «Das ist ein Brett, einerseits unsere Kadersituation, andererseits der Gegner», sagte Hoeneß mit Blick auf die Leipziger. Nach zuletzt zwei Niederlagen bei Hertha BSC und gegen den VfL Bochum sind die Chancen der TSG als Tabellensechster auf einen Champions-League-Platz gesunken.

(dpa)

Wieler: Höhepunkt der Welle überschritten, aber keine Entwarnung

09:57
08.04.2022
Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sieht eine Verbesserung der aktuellen Corona-Situation in Deutschland, aber noch immer ein Infektionsgeschehen auf hohem Niveau. «Wir haben den Höhepunkt der aktuellen Welle überschritten», sagte Wieler am Freitag in Berlin mit Blick auf absinkende Fallzahlen und Sieben-Tage-Inzidenzen. «Das sind sehr gute Nachrichten für uns alle.» Zugleich wies er aber auf bestimmte Landkreise mit noch immer extrem hohen Inzidenzen und zahlreichen Personalausfällen durch Infektionen, Quarantäne und Isolation hin. «Bedrückend» bleibe, dass noch immer täglich etwa 200 bis 300 Todesfälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion an das Robert Koch-Institut übermittelt würden, mahnte Wieler.

Der RKI-Chef führte aus, der Fokus in der Pandemie-Bekämpfung liege mittlerweile vor allem auf dem Schutz vulnerabler Gruppen und der Abmilderung der Folgen der Erkrankung. Weil Omikron ansteckender als vorherige Varianten sei und die Fallzahlen extrem hoch, gelinge die Nachverfolgung sämtlicher Infektionsketten nicht mehr, sagte Wieler zur Begründung.

Wieler wiederholte seine Impfappelle und betonte: «Die Impfung kann nicht immer vor Infektion, vor Ansteckung schützen. Wenn aber viele Menschen geimpft sind, reduziert sich auch das eigene Infektionsrisiko.» Auch nach einer Infektion schütze die Impfung weiter vor schweren oder tödlichen Verläufen und auch vor Langzeitfolgen. «Auch wenn Sie bereits einmal infiziert waren, lassen Sie sich trotzdem impfen, so können Sie den bestmöglichen Schutz erreichen.» Insbesondere die Auffrischimpfung sei wichtig, für vulnerable Gruppen empfahl Wieler auch dringend den zweiten Booster.

Der RKI-Chef riet weiterhin zum eigenverantwortlichen Tragen von Masken besonders in Innenräumen und dazu, bei Symptomen zum Schutz besonders gefährdeter Menschen zuhause zu bleiben. «Am Ende geht es hier um Menschenleben. Lassen Sie uns gemeinsam füreinander sorgen und positiv nach vorne blicken», so Wieler.

(dpa)

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