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Kretschmann: Generelle Impfpflicht ist zerredet worden

12:20
05.04.2022
Die allgemeine Corona-Impfpflicht ist aus Sicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) durch die monatelange Debatte zerredet worden und letztlich gescheitert. «Ich bedaure das sehr», sagte der Regierungschef, der sich bereits Ende November - mitten in der vierten Corona-Welle - für eine rasche Umsetzung einer allgemeinen Impfpflicht ausgesprochen hatte. Während auch andere Regierungschefs der Länder dafür plädierten, waren die Meinungen im Bundestag stets stark auseinandergegangen. Gebe es nun eine aufgeweichte Variante, so sei das «besser als nichts», sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart.

«Es hat Monate gedauert und ist natürlich dann zerredet worden», kritisierte der Ministerpräsident. «Das war damals der optimale Zeitpunkt, alle wussten, was es bedeutet, allen war klar, der hohe Wert einer solchen Impfung. Und diesen günstigen Zeitpunkt, den hat man verpasst.» Es sei danach auch «weit hergeholt» gewesen, die Frage einer Impfpflicht zu einer Gewissensfrage zu erklären.

Am Donnerstag soll das Parlament über die Einführung einer Impfpflicht in Deutschland entscheiden. Eine Mehrheit dafür zeichnet sich aber nicht ab. Im Gespräch ist eine aufgeweichte Variante als Impfpflicht ab 50 zum 1. Oktober. «Besser das, als nichts», sagte Kretschmann dazu.

(dpa)

Studie: Auch 2021 weniger Klinikbehandlungen wegen Corona-Krise

12:02
05.04.2022
Die Krankenhausbehandlungen sind laut einer Studie auch im zweiten Corona-Jahr 2021 zurückgegangen. Bei Fällen mit körperlichen Krankheiten gab es ein Minus von 14 Prozent im Vergleich zu 2019, wie eine am Dienstag vorgestellte Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der Allgemeinen Ortskrankenkassen nach Abrechnungsdaten von AOK-Versicherten ergab. Dies war demnach ein ähnlich hohes Minus wie im ersten Corona-Jahr 2020 mit 13 Prozent.

Instituts-Geschäftsführer Jürgen Klauber sagte, ein erster Blick auf die Omikron-Welle zeige, dass sich Einbrüche bei den Fallzahlen in diesem Jahr fortsetzen. Im Januar und Februar seien im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2019 Rückgänge von 22 Prozent bei körperlichen und 14 Prozent bei psychiatrischen Krankheitsfällen zu verzeichnen. Hauptgrund seien aktuell hohe Infektionszahlen in der Bevölkerung, die zu Personalengpässen in Kliniken und in der Folge zur Absage von Behandlungen und Operationen führten.

(dpa)

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