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Immunologe Watzl sieht das Ende der Corona-Isolationspflicht kritisch

11:39
05.04.2022
Das geplante Ende der Isolations-und Quarantänepflicht für die meisten Corona-Infizierten hält der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, für eine paradoxe Entscheidung. Statt wie erhofft Personalausfälle zu vermeiden, würden vermehrt infizierte Personen zur Arbeit kommen und andere anstecken. «Die Anzahl der Infektionen wird also steigen. Damit wird aber auch die Anzahl der Erkrankungen steigen, mit der dann wieder Personal ausfällt», sagte der Immunologe der dpa.

Bei vielen Menschen komme zudem die Nachricht an, dass man trotz einer Infektion weiter am öffentlichen Leben teilnehmen könne. Dass es immer noch «dringend empfohlen» sei, sich zu isolieren, werde in der Kommunikation wohl untergehen. «Ich hatte mir eigentlich erhofft, dass wir durch die Corona-Pandemie gelernt hätten, dass es nicht Ok ist, wenn man mit einer ansteckenden Erkrankung weiter zur Arbeit kommt», sagte Watzl. So eine falsche Verhaltensweise werde jetzt wieder unterstützt, die Entscheidung gehe daher in die falsche Richtung.

Am Montag hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern darauf geeinigt, dass Corona-Infizierte und Kontaktpersonen ab 1. Mai in der Regel nur noch freiwillig und für kürzere Zeit in Isolierung oder Quarantäne müssen. Infizierten wird somit nur noch «dringend empfohlen», sich für fünf Tage zu isolieren und Kontakte zu meiden - für Kontaktpersonen von Infizierten soll es entsprechend gelten. Auch die Anordnung des Gesundheitsamts fällt weg. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege sollen jedoch strengere Vorgaben bleiben.

(dpa)

Mecklenburg-Vorpommern streicht vor Ostern 3G-Regel in Gastronomie

11:38
05.04.2022
Mecklenburg-Vorpommern verzichtet in der Corona-Pandemie ab dem 14. April auf die 3G-Regel in Gaststätten. Ungeimpfte Urlauber müssen jedoch weiterhin einen negativen Corona-Test bei der Anreise vorlegen, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin nach einer Kabinettssitzung sagte. Mit Blick auf das bevorstehende Osterfest hatte das Gastgewerbe in dem Urlaubsland Druck gemacht, auf 3G (geimpft, genesen, getestet) zu verzichten.

Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg hatten sich zuletzt als einzige Bundesländer zu Corona-Hotspots erklärt, um Schutzmaßnahmen verlängern zu können. In allen anderen Bundesländern gibt es seit dem Wochenende zum Beispiel keine flächendeckende Maskenpflicht mehr im Einzelhandel.

(dpa)

Grünen-Experte: Corona-Isolationsregeln sollten weiter gelten

10:43
05.04.2022
Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hat vor einem Ende von Quarantänevorgaben in der Corona-Krise gewarnt. «Isolationsregeln sollten bei einer Corona-Infektion weiterhin gelten», sagte der Bundestagsabgeordnete am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Weil viele Schutzmaßnahmen wie das verpflichtende Maskentragen nun gestrichen wurden, ist die Gefahr einer Ansteckung deutlich gestiegen.» Kapazitätsprobleme in Gesundheitsämtern dürften nicht dazu führen, dass sich Infizierte und erkrankte Menschen nicht mehr in eine medizinisch weiter sinnvolle und erforderliche Isolation begeben.

Dahmen sagte: «Die Abschaffung der Quarantänepflicht erweckt den falschen Eindruck, dass eine Virusweitergabe medizinisch unproblematisch sei.» Das Beibehalten eines konsequenten Eigen- und Fremdschutzes bleibe aber in gemeinsamer Verantwortung aller in den kommenden Monaten sehr wichtig. «Wir können die Gesundheitsämter von ihren aufwendigen Pflichten behördlicher Anordnungen in jedem Einzelfall entlasten, die Regeln aber trotzdem aufrecht erhalten.» Regeln des öffentlichen Zusammenlebens würden auch an anderen Stelle ohne permanente Kontrollen eingehalten.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Montag darauf verständigt, dass Infizierte und Kontaktpersonen ab 1. Mai in der Regel nur noch freiwillig und für kürzere Zeit in Isolierung oder Quarantäne müssen. Infizierten soll künftig noch «dringend empfohlen» werden, sich für fünf Tage zu isolieren und Kontakte zu meiden. Für Kontaktpersonen von Infizierten soll es entsprechend gelten. Eine Anordnung des Gesundheitsamts, die es schon bisher häufig nicht mehr gibt, fällt weg. Strengere Vorgaben sollen noch für Beschäftigte in Gesundheitswesen und Pflege bleiben, die sich infiziert haben - mit weiter nötiger Anordnung und erforderlichem Negativtest am Ende.

(dpa)

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