Letztes Update:
20220405090336

Unterschiedliches Echo in Union zu freiwilliger Corona-Isolation

09:03
05.04.2022
Das geplante Ende der Isolationspflicht für Corona-Infizierte wird in der Unionsfraktion im Bundestag unterschiedlich aufgenommen.

Ihr gesundheitspolitischer Sprecher Tino Sorge (CDU) begrüßte den zum 1. Mai geplanten Schritt. «Wir haben als Union schon vor einigen Tagen gesagt, wir müssen genau hinschauen, dass wir uns Überlastungssituationen in vielen Bereichen nicht dadurch quasi produzieren, dass die Menschen durch starre Quarantäneregelungen zuhause bleiben», sagte er am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin».

Es gebe viele milde und symptomlose Verläufe. «Wer sich krank fühlt, soll zuhause bleiben. Aber nicht, dass wir ständig anlasslos testen.» Gleichzeitig müsse in bestimmten Bereichen genau hingeschaut werden, «damit eben risikobehaftete, ältere Menschen dadurch nicht gefährdet werden».

Kritik kam hingegen vom Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger (CSU). Die Pläne zur Abschaffung der Isolationspflicht bezeichnete er als «reichlich absurd». Es sei nicht sinnvoll, dass Infizierte weiter herumlaufen und andere Menschen anstecken könnten, sagte er dem Bayerischen Rundfunk.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Montag verkündet, dass für Menschen mit einer Corona-Infektion ab dem 1. Mai nur noch eine «dringende Empfehlung» für eine fünf Tage lange Isolation gelten soll. Kontakte sollten demnach gemieden werden, eine Anordnung vom Gesundheitsamt sei aber nicht mehr vorgesehen. Ausgenommen davon seien Beschäftigte in Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen.

dpa

Südafrika setzt Corona-Alarmplan aus - Covid-Zahlen sinken drastisch

06:52
05.04.2022
Nach 750 Tagen hat Südafrika seinen nationalen Covid-Alarmplan ausgesetzt. In einer Fernsehrede an die Nation begründete Präsident Cyril Ramaphosa am Montagabend die Maßnahme mit gesunkenen Infektionszahlen. E

in Corona-Hilfsfonds soll allerdings vorerst ebenso wie bestimmte Vorsichtsmaßnahmen in Kraft bleiben - etwa das Tragen von Masken in geschlossenen Räumen. Diese Regelungen sollen nach einer einmonatigen Übergangsphase aber auslaufen. Bisher seien 44 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft.

Nach den jüngsten offiziellen Zahlen hatte Südafrika am Montag noch 685 tägliche Neuinfektionen bei zwei Todesfällen. Zum Vergleich: Deutschland hat bei täglich knapp 200 000 Neuinfektionen die Maskenpflicht weitgehend abgeschafft.

Südafrika als zahlenmäßig am schwersten von der Covid-Pandemie betroffenes Land Afrikas hatte am 15. März 2020 seinen fünfstufigen Alarmplan («state of desaster») wegen steigender Infektionszahlen verhängt, der zu Beginn einen strengen Lockdown vorsah. Die Beschränkungen hatten eine verheerende Auswirkung auf Afrikas zweitgrößte Volkswirtschaft, die auch unter chronischen Stromengpässen leidet. Ramaphosa hatte zudem Strukturreformen in Aussicht gestellt, um die angeschlagene Wirtschaft nach den Folgen der Corona-Restriktionen neu aufzubauen. Der Kap-Staat befand sich vor der Corona-Pandemie in einer Rezession und hat eine Arbeitslosenquote von offiziell 35,3 Prozent.

dpa

Wir setzen Embeds, also Einbettungen von Drittanbietern ein. Dieser fremde Inhalt wird nicht ohne Ihre Zustimmung (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a) DSGVO) geladen. Nur, wenn Sie die Embeds mit einem Klick auf „Externe Inhalte nachladen“ aktivieren, werden die Elemente der Drittanbieter geladen. Erst dann werden vom Drittanbieter ggf. Cookies gesetzt und über Ihren Browser Daten an den jeweiligen Anbieter übertragen. Einige solcher Inhalte stammen auch von sozialen Netzwerken oder anderen Unternehmen aus den USA, durch deren Einbettung Daten (z.B. Ihre IP-Adresse, Browserinformation, Cookie-ID, Pixel-ID, aufgerufene Seite, Datum und Zeit des Aufrufs) auch in die USA übertragen werden können.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Inhalt laden