Letztes Update:
20220404101802

Verkehrsminister Hermann positiv auf Corona getestet

10:16
04.04.2022
Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat sich nach Angaben seines Sprechers mit dem Coronavirus infiziert. Der 69-Jährige sei zwar geimpft und geboostert, er habe aber dennoch am Wochenende ein positives Testergebnis erhalten und sei zu Hause in Quarantäne, hieß es am Montag.

(dpa)

Verband befürchtet Anfeindungen nach Aus für Maskenpflicht an Schulen

10:16
04.04.2022
Nach dem Wegfall der Maskenpflicht in den Schulen befürchtet der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg Streit und Anfeindungen unter den Lehrern und Eltern. «Es gibt innerhalb der Lehrerschaft und der Eltern sehr unterschiedliche Meinungen», sagte der Pressesprecher des VBE Baden-Württemberg, Michael Gomolzig. Er mache sich auch Sorgen, dass Freundschaften daran zerbrechen könnten.

Zum ersten Mal seit langem konnten Jungen und Mädchen ebenso wie das Kollegium am Montag auf die Masken in den Schulen verzichten. Allerdings sei es auch jedem freigestellt, eine Maske zu tragen, betonte das baden-württembergische Kultusministerium. Schulen dürften die Maskenpflicht nicht anordnen.

(dpa)

Shopping-Maskenpflicht ist in großen Teilen Deutschlands Geschichte

09:31
04.04.2022
Nach knapp zwei Jahren ist in großen Teilen Deutschlands die Maskenpflicht im Einzelhandel entfallen. Supermärkte, Discounter und andere Geschäfte öffneten am Montag ihre Türen und durften erstmals seit dem Frühjahr 2020 wieder Kundinnen und Kunden hereinlassen, die keine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Bund und Länder hatten ihre Corona-Maßnahmen entsprechend gelockert. Am Freitag war die Maskenpflicht bereits in Berlin gefallen, am Sonntag dann in den meisten anderen Bundesländern - dort war der Einkauf in Geschäften mit Sonntagsöffnung bereits am Wochenende ohne Maske möglich gewesen, etwa an Bahnhöfen. Nun fällt die Maskenpflicht im großen Stil.

Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern halten im Rahmen einer sogenannten Hotspot-Regelung vorerst an der Tragepflicht fest. Andere Bundesländer verzichteten auf so einen Sonderweg, zum Beispiel Niedersachsen, NRW, Bayern und Baden-Württemberg. Seit Frühjahr 2020 war das Maskentragen in Geschäften bundesweit vorgeschrieben gewesen.

Im Einzelhandel sorgt das Ende für gemischte Gefühle. Die Gewerkschaft Verdi berichtete mit Blick auf das Ansteckungsrisiko von Besorgnis unter den Beschäftigten. Auch unter den Arbeitgebern gibt es viele kritische Stimmen.

In einer Umfrage des Handelsverbands Bayern unter Einzelhändlern gab eine knappe Mehrheit an, das Ende der Maskenpflicht für falsch zu halten (50,4 Prozent). 39,2 Prozent halten die Abschaffung für richtig. 11,7 Prozent der Einzelhändler in Bayern wollen der Umfrage zufolge in ihren Geschäften an der Maskenpflicht festhalten, 77,4 Prozent dagegen nicht Masken per Hausrecht vorschreiben.

Bei den großen Handelsketten müssen die Kunden ebenfalls keine Bedeckung mehr aufsetzen, etwa bei Rewe, Lidl, Aldi und Edeka, beim Möbelhändler Ikea, beim Buchhändler Thalia oder den Textilketten H&M und Primark. Mitunter wird den Beschäftigten und Kunden aber empfohlen, weiterhin zur Maske zu greifen.

Dass viele Einzelhändler Bedenken haben, aber nur wenige die Maskenpflicht in ihren Räumlichkeiten weiter vorschreiben, dürfte daran liegen, dass die Geschäftsinhaber Nachteile im Werben um die Kundengunst befürchten. So nennt der Chef des Hemdenherstellers van Laack, Christian von Daniels, das Ende der staatlichen Vorgabe bedauerlich. Für seine van-Laack- und SØR-Shops macht er dennoch nicht vom Hausrecht Gebrauch. «Wenn nur wir das Maskentragen vorschreiben und die anderen Einzelhändler nicht, dann wäre das ein Wettbewerbsnachteil - das kann man nicht machen», sagt von Daniels.

Der Handelsverband Deutschland betont, es sei immer klar gewesen, dass die Maskenpflicht beim Einkaufen nicht auf Dauer gelten könne und fallen werde, sobald die pandemische Lage dies nach Einschätzung von Politik und Experten zulasse. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Stefan Genth, rechnet damit, dass die Mund-Nasen-Bedeckungen weiterhin weit verbreitet sein werden in den Geschäften. «Wir gehen davon aus, dass die Kundinnen und Kunden eigenverantwortlich handeln und auch weiter beim Einkaufen eine Maske tragen werden», sagte der Verbandsvertreter. «Die Mehrheit hat sich an die Maske gewöhnt und empfindet diese meist nicht als allzu große Einschränkung.»

(dpa)

Wir setzen Embeds, also Einbettungen von Drittanbietern ein. Dieser fremde Inhalt wird nicht ohne Ihre Zustimmung (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a) DSGVO) geladen. Nur, wenn Sie die Embeds mit einem Klick auf „Externe Inhalte nachladen“ aktivieren, werden die Elemente der Drittanbieter geladen. Erst dann werden vom Drittanbieter ggf. Cookies gesetzt und über Ihren Browser Daten an den jeweiligen Anbieter übertragen. Einige solcher Inhalte stammen auch von sozialen Netzwerken oder anderen Unternehmen aus den USA, durch deren Einbettung Daten (z.B. Ihre IP-Adresse, Browserinformation, Cookie-ID, Pixel-ID, aufgerufene Seite, Datum und Zeit des Aufrufs) auch in die USA übertragen werden können.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Inhalt laden