Die baden-württembergischen Schülerinnen und Schüler haben bei den jüngsten Vergleichsarbeiten (VERA) zum Teil besser abgeschnitten als noch 2019 - trotz Corona. Wie groß die Lernrückstände durch die Pandemie seien, könne man aber nicht einschätzen, hieß es in den Landesergebnissen des Instituts für Bildungsanalysen Baden-Württemberg. Zunächst hatten die «Stuttgarter Nachrichten» und die «Stuttgarter Zeitung» darüber berichtet.
Die VERA in den Fächern Deutsch, Mathematik sowie der ersten Fremdsprache sollen nach Angaben des Instituts zeigen, inwieweit die Schülerinnen und Schüler die Bildungsstandards schon erreichen. Normalerweise finden diese Tests im zweiten Halbjahr der dritten und achten Klasse statt - wegen der Pandemie wurden die Arbeiten auf den Beginn der vierten sowie neunten Klasse verschoben. Die Kinder und Jugendlichen hatten somit ein halbes Jahr mehr Lernzeit als üblich.
Wie aus den Landesergebnissen 2021 hervorgeht, sind die Leistungsniveaus der Schülerinnen und Schüler sehr unterschiedlich. Kinder und Jugendliche, die zu Hause Deutsch sprechen, schnitten besser ab als andere Schülerinnen und Schüler. Je mehr Bücher es zu Hause gibt, desto besser waren in der Regel die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler. Bei den Vergleichsarbeiten in der neunten Klasse waren die Mädchen in den Fächern Deutsch und Englisch besser als die Jungen. Die Jungen wiederum schnitten in Mathe etwas stärker ab.