Letztes Update:
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Weniger Corona-Fälle auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg

15:05
26.04.2022
Auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg haben am Montag nach Auskunft des Landesgesundheitsamtes mit 167 Menschen deutlich weniger Corona-Patienten als noch in der Vorwoche (200) gelegen. Im Moment seien 7,6 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Erkrankten belegt - ebenfalls ein Rückgang im Vergleich zur Vorwoche, wo es noch 9,2 Prozent waren.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen betrug am Montag laut Landesgesundheitsamt 834,5. Eine Woche zuvor waren bei 648,6 je 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden.

Die Behörde meldete 22 385 neue Infektionen - ein Anstieg auf 3 431 217 registrierte Fälle seit Beginn der Pandemie. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile mindestens 15 677 Menschen gestorben.

(dpa)

Letzte strengere Corona-Auflagen enden - Meldezahlen schwanken

15:01
26.04.2022
Nach dem Ende der meisten staatlichen Corona-Auflagen in Deutschland fallen auch die letzten noch strengeren Vorgaben in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern weg. Der Senat der Hansestadt und das Kabinett in Schwerin beschlossen am Dienstag, weitergehende Schutzregeln wie zusätzliche Maskenpflichten zu beenden. Beide Länder hatten für mehrere Wochen als bundesweit einzige eine umstrittene «Hotspot»-Klausel für Regionen mit kritischer Pandemie-Lage genutzt. Bei den amtlichen Zahlen der Neuinfektionen in Deutschland gibt es nach den Osterfeiertagen weiter starke Schwankungen. Mit dem Verzicht auf Tests in Schulen drohen aus Expertensicht weitere Unschärfen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab bei der Sieben-Tage-Inzidenz einen deutlichen Anstieg auf 909,1 an - nach 790,8 gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen am Vortag. Allerdings weist das nicht unbedingt auf eine verschärfte Infektionslage hin. Vor einer Woche hatte der Wert bei 669,9 gelegen, vor einem Monat bei 1758,4.

Vermutlich ist der starke Anstieg jetzt unter anderem eine Folge der Ostertage. Um Feiertage herum träten immer erhebliche Schwankungen aufgrund eines gänzlich geänderten Meldeverhaltens auf, sagte der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb. Da an Feiertagen weniger Infektionen an das RKI übermittelt werden, gehen Fallzahlen und Inzidenz zunächst zurück. Nachmeldungen und der Wegfall der meldeschwachen Tage aus der Sieben-Tage-Betrachtung führen dann zu einem Anstieg.

Generell melden einzelne Länder nicht an jedem Tag der Woche Daten, Experten gehen zudem seit längerem von vielen nicht vom RKI erfassten Fällen aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte PCR-Tests machen. Nur diese zählen aber in der Statistik. Die Interpretation des Infektionsgeschehens dürfte in Zukunft nicht einfacher werden. Man habe es mit einer zunehmend unsicheren Datenbasis zu tun, meinte Epidemiologe Zeeb. «Demnächst fallen die Tests in Schulen weg, und die Dunkelziffer bleibt substanziell.»

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bekräftigte, die Pandemie sei leider nicht vorbei. Es werde noch mehrere Wellen geben. Da die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht nicht gelungen sei, zeichne sich im Herbst auch wieder eine schwierigere Situation ab. Bundesweit gilt vorerst weiterhin Maskenpflicht in Fernzügen und Flugzeugen. Unabhängig von staatlichen Vorgaben gibt es vielerorts etwa in Kultureinrichtungen auch weiter Schutzregeln mit Maskenpflichten.

In Mecklenburg-Vorpommern entfallen ab diesem Donnerstag die letzten weitergehenden Beschränkungen nach der Hotspot-Regel - etwa 2G plus in Diskotheken und die Maskenpflicht in Theatern, Kinos und Museen. Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts war die Maskenpflicht beim Einkaufen bereits gefallen. Künftig gilt auch im Nordosten der Basisschutz, den das Bundesinfektionsschutzgesetz vorsieht - etwa Maskenpflicht in Bussen, Bahnen, Kliniken, Praxen und Pflegeheimen. Der Landtag hatte am 24. März ganz Mecklenburg-Vorpommern zum Hotspot erklärt. Das erlaubte es, damals geltende Beschränkungen zu behalten.

Für Hamburg sagte der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), es gebe keinen Anlass mehr, die Sondersituation zu verlängern. Damit entfallen zum 1. Mai die Maskenpflicht in Innenräumen und im Einzelhandel und die 2G-plus-Zugangsregel bei Tanzveranstaltungen. Es bleibt noch eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und bei vulnerablen Gruppen. Tschentscher begründete den Schritt mit der guten Entwicklung und dem Rückgang der Corona-Patienten in Kliniken.

(dpa)

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