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WHO besorgt wegen Rückgang von Coronatests - neue Varianten im Blick

16:13
13.04.2022
Angesichts neuer Coronavirus-Untervarianten ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) besorgt, dass Länder weniger testen. «Wir müssen dieses Virus in jedem einzelnen Land genau verfolgen», sagte WHO-Notfalldirektor Mike Ryan am Mittwoch in Genf. Das Virus verändere sich ständig, neue Entwicklungen müssten so früh wie möglich entdeckt werden. «Wir können es uns nicht leisten, das Virus aus den Augen zu verlieren.» Es wäre sehr kurzsichtig zu denken, dass das Risiko einer Ansteckung wegen weniger gemeldeter Infektionen zurückgegangen sei.

Die WHO führt nach wie vor Delta und Omikron als «besorgniserregende Varianten» auf. Bei Omikron schließt dies mehrere Linien ein, darunter die jüngst aufgetauchten BA.4 und BA.5. Sie seien in Südafrika und in einigen europäischen Ländern nachgewiesen worden, sagte die WHO-Covid-19-Expertin Maria van Kerkhove. Beide wiesen teils andere Charakteristika als andere Omikron-Varianten auf.

Spezialisten untersuchen, ob BA.4 und BA.5 sich schneller als andere Virus-Linien ausbreiteten, ob sie sich im Hinblick auf den Krankheitsverlauf von anderen unterscheiden und wie Impfstoffe dagegen wirken. Bislang gebe es keine Anzeichen, dass mit BA.4 oder BA.5 infizierte Menschen einen schwereren Krankheitsverlauf haben, sagte van Kerkhove. Nach ihren Angaben sind aber erst weniger als 200 Sequenzierungen dieser Untervarianten in die Datenbank der WHO hochgeladen worden. Van Kerkhove rief die Länder auf, die Entwicklung von Varianten weiter genau zu überwachen.

Die Zahl der pro Woche gemeldeten Todesfälle sinkt weltweit, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte. Am 10. April wurden innerhalb von sieben Tagen 22 000 Todesfälle gemeldet, so wenig wie seit den Anfangswochen der Pandemie 2020 nicht mehr.

(dpa)

Zulieferer Marquardt klagt über Corona-Lockdown in Shanghai

13:53
13.04.2022
Die Geschäfte des Automobilzulieferers Marquardt sind durch den Corona-Lockdown in der chinesischen Stadt Shanghai derzeit stark beeinträchtigt. Seit rund zwei Wochen übernachteten etwa 200 Mitarbeiter im konzerneigenen Standort im Stadtteil Pudong, sagte Firmenchef Harald Marquardt dem «Südkurier».

Teils würden die Beschäftigten von den Behörden aufgrund der strikten Quarantänebestimmungen nicht nach Hause gelassen. Andere fürchteten, nach einer Rückkehr in ihren Wohnungen festgesetzt zu werden. «Die Zustände sind unerträglich», sagte Marquardt am Firmensitz in Rietheim-Weilheim (Kreis Tuttlingen). «Unsere Mitarbeiter wohnen, essen und schlafen seit Tagen in ihren Büros.»

Das Unternehmen habe das Nötigste, etwa Schlafgelegenheiten und 400 Schlafsäcke, zur Verfügung gestellt und übernehme auch die Versorgung des Personals mit Getränken und Lebensmitteln. Die Möglichkeiten seien aber beschränkt, da Personal aus Deutschland aufgrund strikter Einreisebestimmungen Wochen benötigen würde, um vor Ort zu sein.

Für die 26 Millionen Einwohner des chinesischen Wirtschafts- und Finanzzentrums gilt eine teilweise seit zwei Wochen andauernde Ausgangssperre. Trotz Null-Covid-Strategie erlebt China die größte Corona-Welle seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren. Die allermeisten Fälle wurden in Shanghai entdeckt.

Der Automobilzulieferer machte den Angaben zufolge zuletzt rund 20 Prozent seines Jahresumsatzes von 1,3 Milliarden Euro in China. In den zwei chinesischen Werken von Marquardt sind demnach rund 1300 Menschen beschäftigt.

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(dpa)

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